Buchtipps

Das Buch vom Stock (Buchbesprechung)

von Marlena Sang, erschienen in Ausgabe #14/2012
Photo

Habe ich nicht als Kind alles Denkbare mit Stöckern gebastelt und gespielt? Dieses Buch zeigt auf gut gestaltete Weise, dass es noch viele weitere Varianten gibt. Tatsächlich, ich sehe einige Dinge beim Gang in die Natur anders als zuvor. Wie die Autoren schreiben, ist der Stock vielleicht wirklich das beliebteste Spielzeug aller Zeiten. Er kann alles werden, was ich möchte: Feuer, Pfeil und Bogen, Navigationsgerät, Comic, Stabpuppe, Feenhaus, Unterstand, Bilderrahmen, Schmuck, Spielutensil, Instrument und sogar ein ­lebender Baum, um nur einige Beispiele zu nennen.
Das Buch vom Stock spricht Jungen wie Mädchen gleichermaßen an und inspiriert zu eigener Kreation. Konkrete Anleitungen in Text und Bild geben unzählige Anregungen. Die Ansprache an die Kinder ist sympathisch formuliert. Obendrein wird einfühlsam das Bewusstsein für Sicherheitsfragen und Schutz der Natur vermittelt. Das stabil-handliche Format des Buchs wird etliche Mitnahmen in Wind und Wetter überstehen. Es ist eine Bereicherung insbesondere für Kinder, die nicht täglich in der Natur sind, sondern eine Heranführung brauchen. Und auch für die Kinder in uns Erwachsenen, die ihren Spieltrieb wiederbeleben möchten.


Das Buch vom Stock
Werken, Basteln und Spielen im Freien.
Fiona Danks, Jo Schofield
AT Verlag, 2012
128 Seiten
ISBN 978-3038006626
 13,90 Euro

weitere Artikel aus Ausgabe #14

Photo
von Anja Humburg

Ausgewachsen! (Buchbesprechung)

Was für die französischen, spanischen und italienischen Degrowth-Kreise gilt, trifft auf die linken Debatten zur Idee einer Postwachstumsökonomie in Deutschland ebenso zu: Sie sind gekennzeichnet von Vielfalt und Kontroversen. Das Buch »Ausgewachsen!« ist der gelungene

Photo
von Sylvia Buttler

Schön wild? (Buchbesprechung)

Bücher, die uns auffordern, unsere Kinder wieder mal nach draußen zu schicken, gibt es mehrere. Einige davon und deren wichtigste Aussagen finden Erwähnung in diesem Büchlein, das sich als Plädoyer für die Wildnis versteht. Aber es nimmt auch die Verhaltensweisen der

Gesundheitvon Grit Scholz

Ich traf eine Entscheidung

Alexander, wie kam es zu deiner Borreliose?Mich hatte beim Sensen eine Zecke am Unterschenkel gebissen. Da ich an Zecken gewöhnt war, dachte ich überhaupt nichts Schlimmes dabei. Es bildete sich jedoch eine kreisrunde Entzündung, die ich vier Wochen lang zu ignorieren versuchte, bis

Ausgabe #14
Welterben

Cover OYA-Ausgabe 14
Neuigkeiten aus der Redaktion