Der stumme Winter
Dies ist die Geschichte von zehn Eichen. Es ist eine Geschichte über die Macht des Privaten. Sie spielt im Jahr 2017. Sie ist noch nicht zu Ende erzählt, aber sie endet traurig.

Als wir im Sommer 2009 einen Namen für unser neues Zeitschriftenprojekt gefunden
hatten, stellten wir überrascht fest, dass die Klangfolge »Oya« viele lebensbejahende
Bedeutungen in ganz verschiedenen Sprachen hat: Das hier abgebildete Zeichen (gesprochen: oya) aus der japanischen Kanji-Schrift bedeutet beispielsweise »Elternteil«, »Elternschaft«, »Gründerin«, »Ältester«, »Ahnin«. Das passt gut zum Thema »Augenhöhe« in dieser Ausgabe (siehe Seite 14). Die Kalligrafie hat uns Chihaya Maruyama geschenkt, die in Klein Jasedow zu Besuch war, als wir gerade an der ersten Ausgabe von Oya arbeiteten.

Dies ist die Geschichte von zehn Eichen. Es ist eine Geschichte über die Macht des Privaten. Sie spielt im Jahr 2017. Sie ist noch nicht zu Ende erzählt, aber sie endet traurig.
Es ist Karneval – carne vale! Fleisch, lebe wohl! Und sei willkommen, Neues!Seit zwei Ausgaben durchlebt Oya eine Art Metamorphose – wir haben unseren Zustand wie einen Verpuppungsprozess beschrieben. Altes löst sich auf, neue Menschen wachsen schnell in den bisherigen Kreis der

Ich fühle mich als Schülerin. Ich sitze staunend mit großen Augen an meinem Pult in Berlin und schaue auf Klein Jasedow und die Menschen, die dort leben. Was sie schon alles aufgebaut haben! Wie sie miteinander – mit mir! – umgehen. Selten in meinem Leben habe ich so