Lebensbaum
Im Klima des Vorwahlkampfs für die Präsidentschaftswahl 2006 ging ich für ein halbes Jahr nach Mexiko. In Mexiko-Stadt ließ ich mich durch die Protestaktionen im Umfeld des Weltwasserforums treiben. Wenn es mir gelingt, mich im Stil

Als Junge stromerte ich am liebsten durch die Hochwälder, Schluchten und Karsthöhlen des tschechischen Morava-Tals bei Olomouc. Eines Morgens nahm ich mir vor, die hufeisenförmige Podkova-Höhle zu durchqueren, allein und ohne Taschenlampe. Die Nachtfalter, Spinnen und Fledermäuse machten mir nichts aus. Nachdem ich mich ein gutes Stück vorangetastet hatte, stieß ich auf Stein – eine Sackgasse! Panik durchfuhr mich. Auf allen Vieren versuchte ich, zurückzukriechen. Aber da war nichts als Dunkelheit und Fels. Ich hielt inne, unbewegt wie Stein. Die Angst wich von mir, die Zeit schien stillzustehen. Ich hätte nicht sagen können, ob Sekunden oder Stunden vergangen waren, als sich mein Körper wieder in Bewegung setzte. Langsam und behende kroch ich zum Ausgang. Als ich ans Tageslicht kam, war ich nicht mehr Derselbe.
Michal Bartoš erforscht fotografisch und anderweitig die innere und äußere Ökologie.
Er ist Direktor des tschechischen Umweltbildungszentrums Sluňákov. www.slunakov.cz

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Auf den ersten Blick ist das neue Buch von Daniel Pinchbeck nur eine weitere Stimme im massentauglichen Wir-müssen-endlich-handeln-Kanon. »Wie lange wollen wir noch warten?« fragt der Philosoph und Bestsellerautor im Titel und verwendet dann zunächst hundert Seiten darauf, die

Gerne halte ich Vorträge über die für mich sehr faszinierende Geschichte des kulturellen Übergangs vom Jagen und Sammeln zum Ackerbau. Der Evolutionsbiologe Jared Diamond bezeichnet diesen Schritt als größten Fehler der Geschichte: Die Menschen wurden kleiner und