Wollen wir leben?
Ansprache von Margaret Atwood aus Anlass der Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels 2017.

Zugegeben, die Zeiten wilden Tanzens und Ausgehens sind für mich lange vorbei. In ritualisierten Zeremonien zogen wir unter Freunden von Party zu Party. Irgendwo an so einem Hort der Begeisterung ist vor vielleicht 27 Jahren diese Doppelbelichtung entstanden. Wenn es in der Stadt einen Ort gab, um aus eben der Stadt und der ganzen lokalen Aufdringlichkeit der Welt zu entfliehen, dann war es der Tanzraum – ein Rückzugsraum.
»Beim Musikhören ist man nie ganz in der Welt«, sagt Peter Sloterdijk. In der Bewegung, im Tanz versuchte ich, der zu sein, der ich sein wollte, nicht der, zu dem mich »die Welt« zurechtmachen wollte. Du löst den Realitätsbann und versetzt dich in eine bessere Welt, im kollektiven Hören auch in ein entrücktes Gemeinschaftsgefühl. Gemeinsam will man sich in den Rhythmus fallen lassen – »like to fall in love«.
Andacht und Kampf – beide werden durch Lieder, durch Musik angefeuert, zum
Zittern gebracht, in Resonanz versetzt.
Gregor von Glinski ist Fotograf und anderes mehr. Geboren 1962 in Soest, lebt und arbeitet er seit 20 Jahren in Berlin. Zu besichtigen: ausloeserfreude.blogspot.de

Ansprache von Margaret Atwood aus Anlass der Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels 2017.

Jeder Mensch ist ein Gestalter. Das ist eine grundlegende Sichtweise auf den Menschen in der Permakultur, wo die Gebäude, in denen wir leben, sowie das Gelände im näheren und weiteren Umfeld – vom Balkon bis zur Landwirtschaftsfläche – gestaltet werden. Wollen wir

Ich bin in Lüchow mitten im Wendland geboren. Meine Vorfahren stammen von hier. Als Kind – ich hatte gerade erst Schreiben gelernt – habe ich mir Notizen gemacht, wenn mir die alten Leute von den Sagen und Bräuchen erzählten. Diese Geschichten, die es nur aus den