enkeltauglich leben

Singe Ja, lebe Ja

von Wolfgang Bossinger, erschienen in Ausgabe #1/2010
Photo

Dieses Buch transportiert in Inhalt und Form Lebens- freude: »Singe Ja, lebe Ja« von Alfred Schultz ist eine Hymne an die Kunst des heilsamen Singens. In der klinischen Arbeit erlebe ich als Musiktherapeut täglich, wie heilsam Töne und Lieder sein können. Das Buch ist das erste große Werk über die heilenden Aspekte des Singens und ein Meilenstein für jede Therapie, die auf die Aktivierung der inneren Ressourcen zielt. Aber es wendet sich nicht nur an Therapeuten. Man kann es je- dem, der etwas für sich tun will und gerne singt, gerade auch wegen der beigefügten Übungs-CD mit den sieben Ja-Mantren von Karl Adamek als praktikables Handbuch zur selbständigen Entdeckung des heilsamen Singens ans Herz legen.
Das Buch gibt dem Leser und Praktizierenden durch die Brille eines Therapeuten einen umfassenden Einblick in die Arbeit von Karl Adamek, dem Pionier
des Singens als Lebenshilfe. Alfred Schultz nimmt den Leser mit auf eine Entdeckungsreise, auf der ihn seine Neugierde und sein Staunen auf sanfte Weise zu inneren Ressourcen führen. Als Therapeuten bewegt den Autor die Frage, wie Menschen ihre Kraftquellen entdecken und ankern können.
Der Leser dieses Buchs wird eingeladen, die wissenschaftlich begründeten positiven Wirkungen
des heilsamen Singens persönlich fruchtbar werden
zu lassen. Sieben »Ja« sind es, die der Autor entdeckt und durch die er seine Leser auf die Reise schickt. Vom transpersonalen »Ja zum Leben« bis zum »Ja zur Em- pathie« geht die Reise über das »Ja zu mir selbst«, das »Ja zum Wandel«, das »Ja zum Augenblick«, das »Ja zur aktiven Selbstheilung« und das »Ja zu Sehnsucht und Freude«. Die Ausführungen zu den einzelnen »Ja« ent- halten jeweils Erfahrungen des Autors, Schilderungen aus Literatur und Mythologie, Imaginations-, Atem- und Tonübungen sowie Affirmationen. Darüber hinaus sind in jedem Kapitel ein Liedtext sowie das entsprechende Ja-Mantra von Karl Adamek mit Notenbild und Gitarren- akkorden eingefügt.
Trotz dieser vielen praktischen Hilfen ist das Buch alles andere als eine platte »technische« Anleitung. Jedes Ja führt zu einer neuen Weise des Lauschens und damit zu einer neuen Weise des Singens. Vom ersten bis zum siebten Ja ist der Leser immer wieder eingeladen, die jeweils spezifische Verbindung von Atem, unhörba- rem und hörbarem Ton zu erkunden.
Die Artikel von Karl Adamek und Carina Eckes sowie die zahlreichen Interviews mit Praktikern des heilsamen Singens enthalten viele lebendig dargebote- nen Informationen zur Entstehung, zum Wesen und zur Anwendung des heilsamen Singens. Das Buch ist eine gelungene Synthese aus Sachinformation, persönlicher Erfahrung und praktischen Beispielen. Die bildhafte Sprache, gewürzt mit Selbsthumor, wirkt stimulierend. »Singe Ja, lebe Ja« beschreibt nicht nur Ressourcen, vielmehr wird es durch das Lesen und Praktizieren mit
der CD selber zur Ressource. 

Singe Ja, lebe Ja
Alfred Schultz
Mit einer CD von Karl Adamek
Canto Verlag, 2009, 304 Seiten
ISBN 978-3936255232
36,00 Euro

weitere Artikel aus Ausgabe #1

Bildungvon Anke Caspar-Jürgens

Anders Lernen

Anders Lernen? Warum »anders«? Weil wir heute schulisches Lernen mit der Angst vor Versagen, vor schlechten Zensuren oder gar vor dem Sitzenbleiben verbinden. Wer Angst hat, kann bekanntlich nicht gut lernen. Viele Menschen sind seit langem überzeugt, dass hier etwas ­anders werden muss, denn die Art, wie wir lernen, hat Einfluss auf die Gestaltung unserer gesamten Kultur. Und die wäre eine andere, wenn sie weniger von Angst als von mehr Vertrauen und Freude am Lernen geprägt wäre.

Photo
von Wolfgang Bossinger

Singe Ja, lebe Ja

Dieses Buch transportiert in Inhalt und Form Lebens- freude: »Singe Ja, lebe Ja« von Alfred Schultz ist eine Hymne an die Kunst des heilsamen Singens. In der klinischen Arbeit erlebe ich als Musiktherapeut täglich, wie heilsam Töne und Lieder sein können. Das Buch ist das

Gemeingütervon Ulrike Meißner

Gärten der Zukunft

Eine Tomate aus Marokko zu essen, ist langweilig. Eine Kostprobe von einer alten Tomatensorte aus dem Treibhaus der Bio-Gärtnerei nebenan ist ein Erlebnis – umso mehr, wenn man selbst im Treibhaus gearbeitet hat. Diese sinnliche Erfahrung macht die Qualität heutiger Allmende-Projekte aus.

Ausgabe #1
Wovon wir alle leben

Cover OYA-Ausgabe 1ProbeheftNeuigkeiten aus der Redaktion