Buchtipps

Sterben und Tod (Buchbesprechung)

von Thomas Schallmann, erschienen in Ausgabe #37/2016
Photo

Das Buch »Sterben und Tod. Am Ende ist es nicht vorbei« von Peter Krause ist eines von vielen, die zu einer positiven Auseinandersetzung mit dem Lebensende anregen wollen. Der Autor spannt einen weiten Bogen von der Geburt über das gesamte Leben hin bis zum Sterben des Körpers und darüber hinaus. Er lädt dazu ein, den Blick auf die »Tiefendimension des Erdenabschieds zu verfeinern und die Qualität und Schönheit des Lebens darin zu entdecken«.
Dabei steht zunächst der Prozess des Sterbens in seiner ganzen Komplexität – vom Abschiednehmen bis zu den verschiedenen Phasen am Ende des körperlichen Lebens – im Mittelpunkt. Traditionen sowie die derzeit gängige Praxis von Sterbebegleitung, Bestattung und Trauerarbeit werden kritisch beleuchtet und andere Wege vorgestellt. Ein weiteres Kapitel widmet sich den Fragen, die sich angesichts der hochentwickelten Intensivmedizin stellen – Fragen zu lebensverlängernden Maßnahmen oder zum Spannungsfeld zwischen Hirntod und klinischem Tod im Zusammenhang mit Organspenden. Auch auf die noch immer aktuelle Diskussion um Sterbe- und Suizidhilfe sowie über den Umgang verschiedener Länder damit geht Peter Krause ein. Schließlich wagt er auch einen Blick hinter die Kulissen und entwirft, inspiriert von Rudolf Steiner, das Bild eines Wegs der Seele im Jenseits.
Bahnbrechend neue wissenschaftliche Erkenntnisse bietet das Buch nicht. Wer aber für die Vorstellung, dass das Leben mit dem Tod nicht vorbei ist, offen ist, wird wertvolle Inspirationen für neue Sichtweisen im Diesseits ­finden. 

Sterben und Tod
Am Ende ist es nicht vorbei.
Peter Krause
epubli, 2015, 160 Seiten
ISBN 978-3737526210
16,80 Euro

weitere Inhalte aus #37 | Die große Illusion

Photo

Wer sein Kind liebt … (Buchbesprechung)

Franziska Klinkigt nimmt es mit geläufigen Redensarten wie auch mit den Beziehungen zwischen uns Menschen genau. Als Psychologin und Mutter von zwei Kindern hat dies bei ihr zur Folge, dass sie sich mit tief verankerten Glaubenssätzen – wie der im Buchtitel angedeuteten, an

Photo

Weniger Maschinen, mehr Freiheit

Johannes Heimrath Tilman, deine Küche im Katharinenhof in Gransee ist ein inspirierender Ort! Das wird es leicht machen, dar­über zu sprechen, welche Zukunftshoffnungen ihr auf einer ganz persönlichen Ebene von euren wissenschaftlichen Themen ableitet.Tilman

Photo

Vordenker guten Wirtschaftens

Gerhard Scherhorn nahm in seiner aktiven Zeit als Volkswirt die Menschen, ihre Bedürfnisse und ihren Bedarf in den Blick. Lebendigkeit, Kreativität, Nächstenliebe und ein kooperatives Miteinander mit unserer natürlichen Mitwelt gehören zu seinen Leitgedanken. Die Wirtschaft soll den Menschen dienen – nicht umgekehrt! Er durchdrang die Ökonomie mit konsequenter Logik und bietet uns Wege aus dem Gefängnis des »There Is No Alternative«-Systems an. Immer wieder identifizierte er Ansätze und Hebel, die uns helfen können, neue Wege in eine nachhaltige Wirtschaftsweise zu öffnen – sofern wir das wollen.

#37 | Die große Illusion

Cover OYA-Ausgabe 37
Neues aus der RedaktionVerteilstationen