enkeltauglich leben
Titelthema

Bei Rückenwind und Gegenwind verbundene Lernorte schaffen

Wer eine freie Schule gründet, hat viel Reibungsfläche mit bürokratischen Institutionen – und Gelegenheiten, ­eigene hierarchische Prägungen kennenzulernen.von Grit Fröhlich, erschienen in Ausgabe #68/2022
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© Thomas Meier

In einem Land wie Deutschland, in dem es eine staatlich verordnete Schulpflicht samt Schulanwesenheitszwang gibt, kommt reformpädagogischen Schulen in freier Trägerschaft, die versuchen, grundgesetzlich garantierte Freiräume auszuschöpfen, eine besondere Rolle zu. Wie kann es jedoch gelingen, freie und verbundene Lernorte mit staatlicher Legitimation aufzubauen und dauerhaft zu erhalten? Und inwieweit passen »frei« und »Schule« überhaupt zusammen? Dazu habe ich mit drei Menschen gesprochen, die sich erfolgreich für die Gründung freier Schulen im ländlichen Raum Ostdeutschlands eingesetzt haben – mal mit Rückenwind, mal Widerständen von innen wie außen trotzend.

Zwischen offenen Türen und Mauern

»Lernen für ein gutes Leben für alle und für eine Regeneration der Lebensgrundlagen in der Region« – mit diesem Motto startete vergangenen Sommer im Weimarer Land die »Freie Talschule Tonndorf«. Nach einer Gründungsphase von nur anderthalb Jahren zogen die ersten zwanzig Kinder in die Räume der in den 1980er Jahren aufgegebenen alten Dorfschule ein.

Die erste Hürde – die Genehmigung des pädagogischen Konzepts – nahm die aus Lehrerinnen,  Eltern und in der Region verwurzelten Menschen bestehende Gründungsinitiative erstaunlich reibungslos. Während zuvor drei andere Schulgründungsprojekte vom Thüringer Bildungsministerium abgelehnt worden waren, stieß diese Initiative auf offene Ohren: »Im Ministerium, wo das pädagogische Konzept geprüft wurde, haben sie uns regelrecht dazu gratuliert«, erinnert sich Thomas Meier, einer der Schulgründer. Über ein Jahr lang hatte die Gruppe an dem Text geschrieben. Das Konzept für die Freie Talschule, die perspektivisch zehn Klassenstufen mit zehn Kindern pro Jahrgang umfassen soll, orientiert sich an der »Landkarte der Regeneration« des Ökodorfnetzwerks GEN Deutschland. Wichtig war den Gründenden, die Kinder so weit wie möglich ins Leben der Menschen in dem Tal um Tonndorf einzubeziehen. Sie sollten viel Zeit im Freien verbringen – in der umliegenden Landschaft, aber auch bei der solidarischen Landwirtschaft mitwirken. Durch Kooperation mit Handwerksbetrieben können die Kinder früh mit verschiedenen Gewerken in Kontakt kommen. Ein Faktor des Gelingens war wohl auch, dass die Schulinitiative an die von Thomas Meier 2005 gegründete Gemeinschaft auf Schloss Tonndorf angebunden ist und auf langjährige in der Region gewachsene Beziehungen bauen kann (siehe »Das Volk im Tal«, Oya 57).

Eine größere Hürde war es, das Gebäude für das Schulprojekt zu finden. Die Gründungsgruppe wünschte sich, in einen Teil des in Tonndorf bestehenden Schullandheims einzuziehen. Doch das Gespräch darüber wurde lange durch den Chef der örtlichen Verwaltungsgemeinschaft verhindert. »Er vertrat die Auffassung, dass bei freier Pädagogik keine für die Gesellschaft tauglichen Menschen herauskommen würden, und hat nicht einmal den Fachbeirat für das Schullandheim einberufen, um über unsere Pläne zu sprechen«, erinnert sich Thomas. Auch seine Parteifreunde von der CDU, die im Kreistag das Sagen hat, stimmte der Verwaltungschef gegen die freie Schule ein.

So suchte die Initiative nach einem anderen Gebäude und erfuhr von nun an wieder viel Wohlwollen. Sie knüpfte Kontakt zum Erben des Hauses, das früher einmal die alte Tonndorfer Dorfschule gewesen war. Der erwärmte sich für die Idee, dass wieder eine Schule dort einziehen solle. »Wir haben innerhalb kürzester Zeit das Gebäude entkernt, entrümpelt und im Erdgeschoss so ausgebaut, dass zweieinhalb Monate später schon die Schule beginnen konnte«, erzählt Thomas begeistert. »Das war der schnellste Bauantrag, den das Weimarer Land je für eine Schule erlebt hat. Das ging nur, weil die Behörden des Landkreises – die als Verwaltung unabhängig von der CDU arbeiten – diesem Projekt gegenüber sehr aufgeschlossen waren. Unser Sachbearbeiter im Bauamt hat alle Register gezogen, um Wasserbehörde sowie Natur- und Brandschutz dazu anzuhalten, zeitnah ihre Stellungnahmen abzugeben, damit er uns schnell eine Baugenehmigung erteilen konnte. Wer uns zudem sehr unterstützt hat und inzwischen auch seinen Sohn an unserer Schule angemeldet hat, ist unser Bürgermeister. Auch wenn er zunächst skeptisch gegenüber freien Schulen war, konnte er sich bald für das Konzept öffnen – insbesondere dafür, dass die Kinder viel draußen sind und Kontakt mit handwerklichen und landwirtschaftlichen Betrieben haben sollen.«

Auch die zweite Schulinitiative, mit der ich sprach, berichtete von einer zügigen Gründungsphase von nur anderthalb Jahren sowie von einer Mischung aus behördlichem Wohlwollen und Widerstand, insbesondere kurz vor dem Start. Oya-Redakteur Matthias Fersterer lebt seit dreizehn Jahren im ostvorpommerschen Dorf Klein Jasedow und war Teil einer siebenköpfigen Initiative von Eltern und Großeltern aus der Region zur Gründung der 2017 gestarteten »Kleinen Dorfschule Lassaner Winkel«. Er erinnert sich: »Anfangs haben wir viel Unterstützung bekommen. Nicht zuletzt dank der jahrzehntelangen kommunal- und bildungspolitischen Vorarbeit von Johannes Heimrath reagierten Gemeinde, Amt und Landkreis eher wohlwollend auf unsere Initiative. Hinzu kam die Gunst der Stunde: Bei einer Konferenz zu Regionalentwicklung sprachen zwei von uns den – in Mecklenburg-Vorpommern auch für Klimaschutz, ländliche Räume und Umwelt zuständigen – Landwirtschaftsminister an. Er reagierte geradezu überschwänglich, als hätte er nur auf förderungswürdige Leuchtturmprojekte gewartet, die den erstarkenden rechts-extremistischen Tendenzen etwas entgegenzusetzen hatten. Eine Demokratische Schule im strukturschwachen östlichen Teil des Bundeslands schien da genau ins Raster zu passen.«

Auch bei der Gutachterin des pädagogischen Konzepts im Schweriner Bildungsministerium, in das die Gründungsgruppe im Frühjahr 2017 eingeladen worden war, sprang der Funke über: »Es war eine Freude, Ihr Konzept zu lesen!«, sagte sie. Die Hürde kam an anderer Stelle: Zuerst durch die Lokalpresse, dann durch einen Brief erklärte das Bildungsministerium, die freie Schule nicht genehmigen zu wollen, da sie diese als Konkurrenz für die ohnehin durch geringe Schülerzahlen bedrohte staatliche Grundschule im fünf Kilometer entfernten Städtchen Lassan ansah.

Klippen umschiffen …

In dieser Situation, als das Projekt kurz vor dem Start blockiert wurde, war es entscheidend, kooperativ und lösungsorientiert den Kontakt mit höheren behördlichen Stellen zu suchen. Diese Erfahrung haben schon viele Schulgründungsinitiativen – etwa auch die »Freie Alternativschule Weißwasser«, wie dokumentiert in dem Film »Morgen fängt heute an« – gemacht: Sind bürokratische Details das Hindernis, kann es helfen, eine Etage höher vorstellig zu werden, wo Entscheidungen eher nach politischen Kriterien getroffen werden – beim Staatssekretär, der sich an der Schnittstelle zwischen Politik und Verwaltung bewegt, bei der Bildungsministerin oder beim Ministerpräsidenten.

Christine Simon war vor 25 Jahren mit der von ihr mit-begründeten Lebensgemeinschaft nach Klein Jasedow gezogen. Irgendwann ist ihr bewusst geworden: »Wenn wir hier dauerhaft eine Perspektive haben wollen, dann brauchen wir eine freie Schule.« Heute ist sie Lernbegleiterin und Vorständin im Trägerverein der Kleinen Dorfschule Lassaner Winkel. Sie erzählt von ihrem Kontakt mit den Behörden: »Meist wünschen sich die dortigen Mitarbeitenden etwas ganz Einfaches: dass Menschen mit ihnen in Verbindung gehen. In allen Gesprächen habe ich versucht, den im Ministerium arbeitenden Menschen zu signalisieren, dass ich mit ihnen gemeinsam etwas hinkriegen möchte, das gut ist. Es bringt gar nichts, mit kämpferischen Gesten gegen das Establishment angehen zu wollen. Erstens wird es den dort Wirkenden nicht gerecht, denn die wollen ja ihren Platz im Ministerium möglichst gut ausfüllen; und zweitens hilft es dem Projekt nicht weiter.«

Christine erinnert sich an ein langes Telefonat mit dem Staatssekretär im Bildungsministerium: »Ich stand unter dem Magnolienbaum vor unserem künftigen Schulgebäude. Ich könne doch auch nicht wollen, dass die staatliche Grundschule schließen müsse, teilte der Staatssekretär sein Dilemma mit mir.« Eine Tür tat sich auf, als Christine den naheliegenden Vorschlag machte, dass sie sich, für den Fall, dass die staatliche Schule in Gefahr gerate, mit dieser an einen Tisch setzen und überlegen würde, was sie gemeinsam tun könnten. Als sich die Genehmigung jedoch weiter verzögerte, wurde die Situation langsam untragbar: »Wir konnten weder Verträge mit den Lernbegleitenden machen noch mit der Gebäudesanierung beginnen, weil wir nicht wussten, ob wir in zwei, drei Monaten würden anfangen dürfen oder nicht«, erinnert sich Christine. Da bat sie um ein Gespräch mit der Kultusministerin. Zwei Tage darauf rief diese persönlich zurück: »Engagierten Leuten soll man eine Chance geben – wir genehmigen Ihre Schule!«

… und Hürden überwinden

Eine ähnliche Erfahrung machte auch die Freie Talschule Tonndorf: Drei Wochen vor Schulstart bekam sie überraschend eine Liste mit Nachforderungen – unter anderem, welche Fachlehrkräfte zusätzlich zu den beiden bereits eingestellten gebraucht würden. »Das hat uns den Boden unter den Füßen weggezogen. Nach dem ersten Schock sagten wir uns: ›Jetzt erst recht!‹« In aller Eile fand die Initiative Fachlehrerinnen, etwa für Kunst und Sport, die bereit waren, auf Honorarbasis zu arbeiten. »Letztlich mussten wir acht Lehrerinnen für 20 Grundschulkinder der Jahrgangsstufen 1 bis 3 beschäftigen – das ist einmalig in Thüringen!«

Kurz vor Schuljahresbeginn dann noch das letzte Zittern vor der Bauabnahme des Schulgebäudes: Es war unmöglich, alle beteiligten Behörden rechtzeitigen zusammenzuführen. »Bis wenige Tage vor der geplanten Eröffnung war nicht klar, ob die Eltern ihre angemeldeten Kinder tatsächlich an unsere Schule würden schicken können«, erinnert sich Thomas Meier. Um diesem unerträglichen Zustand ein Ende zu bereiten, rief er im Büro des Ministerpräsidenten an. Zwei Jahre zuvor hatte Bodo Ramelow die Gemeinschaft auf Schloss Tonndorf besucht und seine Unterstützung signalisiert, falls diese mal vonnöten sein sollte. Tatsächlich nahm er sich Zeit, zurückzurufen, erinnert sich Thomas: »Ich setzte mich auf die Kirchtreppe, draußen in die Sonne neben der Schule, und habe auf diesen Anruf gewartet. Ich fand es bemerkenswert, dass sich der Ministerpräsident ein so kleines Projekt persönlich auf den Tisch holte. Er fragte: ›Wo klemmt’s, wo kann ich helfen?‹ Ich schilderte, dass wir nur eine Woche Verlängerung bräuchten, weil unzählige Forderungen kurz vor der Eröffnung gekommen waren, von denen wir die meisten – aber nicht alle – abarbeiten konnten. Diese Woche hat er uns ermöglicht, indem er mehrfach den für uns zuständigen Sachbearbeiter im Ministerium angerufen hat.« Die kreative Lösung, mit der man auch dort leben konnte, bestand darin, die erste Schulwoche ohne fertiges Gebäude zu überbrücken: Zum Auftakt des Schuljahrs machten die Schüler eine Projektwoche im Schullandheim.

Spielräume nutzen …

Wenn die Hürden der Gründungsphase genommen sind, füllt der Schulalltag das, was als pädagogisches Konzept auf dem Papier steht, mit Leben. Thomas’ Erfahrung ist, dass es für Grundschulen einen relativ großen Gestaltungspielraum gibt, wie die vom Land vorgegebenen Rahmenlehrpläne erfüllt werden können: »Lern-inhalte vermitteln können wir auch, wenn die Kinder zwei Tage pro Woche draußen im Freien sind und Mathematik oder Heimat- und Sachkunde quasi am Baum stattfinden. In der Sekundar-stufe werden die Anforderungen deutlich spezieller. Trotzdem wird es auch künftig Möglichkeiten geben, Projekt-wochen und Berufspraktika zu ermöglichen und das Lernen mehr im realen Leben zu ver-ankern.«

Wie passen die individualisierten Lernprozesse an freien Schulen, an denen die Lernenden zu einem gewissen Grad selbst entscheiden können, was sie wann wo mit wem lernen, zu den Rahmenlehrplänen, die staatlicherseits vorgeben, welche Lerninhalte am Ende vermittelt sein müssen? »Freie Schulen müssen dem Ministerium zwar zusichern, dieselben Kompetenzen wie staatliche Schule zu vermitteln, jedoch nicht in derselben Reihenfolge und nicht in demselben Tempo«, erklärt Matthias. »Das muss ich als Schulelternteil aktiv mittragen können, auch wenn es nicht immer einfach ist«, fügt er hinzu.

Verwaltungsvorgaben setzen der Kreativität in Schulen zumindest keine unüberwindbaren Grenzen. Thomas’ Erfahrung aus der Schulgründung lautet sogar: »Es ist erschütternd zu begreifen, dass viele staatliche Schulen dieselben Freiheiten hätten wie wir und sie trotzdem nicht wahrnehmen. Denn sie haben es ja mit denselben Behörden zu tun und könnten auch ihre Konzepte umstellen oder fortentwickeln. Manche versuchen das auch, aber in der breiten Fläche – so erzählt uns der Vorsitzende des Bildungsausschusses unseres Landkreises – gibt es ganz wenig Reformwillen. Allein die Verwaltungsvorschriften schieben dem jedoch keinen Riegel vor. Mindestens ebenso wichtig sind dabei die inneren Riegel, die noch in den Köpfen sind. Eltern fordern zum Teil noch die herkömmliche Art von Frontalunterricht ein und haben keine Vorstellung davon, was ihren Kindern da eigentlich widerfährt – wie viel Kreativität und Lernfreude dabei erstickt wird. Eigentlich müsste es einen großen Aufstand von Eltern und Lehrenden geben, denn es leiden ja alle. Dieses Schulsystem führt auf allen Seiten zu Erschöpfung.«

… und wachsam bleiben

Ähnliche Erfahrungen hat Schulgründerin Christine Simon gemacht: »Das Bild von Schule klebt seit Jahrhunderten wie Kleister im Kopf.« Den revolutionären Prozess, der im gemeinschaftlichen Aufbau einer freien Schule liegt, beschreibt sie so: »Um eine wirklich freie Schule zu gründen, bedarf es sehr viel Geduld, sehr viel Liebe und Hingabe.« 

Wenn es zu Konflikten zwischen Eltern und Schule kommt, sei der Blick jedoch oft auf Machtfragen verengt. »Macht ist etwas ganz Sensibles und Komplexes«, erzählt Christine. »Als Demokratische Schule ist unser Hauptentscheidungsforum die wöchentliche Schulversammlung, an der alle Lernenden und Lernbegleitenden teilnehmen können. Soweit möglich, werden alle wichtigen Entscheidungen, die den Schulalltag und die Schule betreffen, dort gefällt; manche Entscheidungen müssen jedoch wir Erwachsenen treffen – zum Schutz der Kinder und der Schule. Das tun wir jedoch nur nach umfassenden Abstimmungsprozessen. Nun ließe sich sagen, dass letztlich doch die Großen die Entscheidungsmacht haben. Auf einer tieferen Ebene ergibt diese Sichtweise für mich aber gar keinen Sinn, weil Macht darin als etwas völlig Getrenntes und Losgelöstes vom Gesamtorganismus betrachtet wird. Es geht nicht um ›Macht über‹, sondern um ›Macht, etwas zu ermöglichen‹. Viel sinnvoller als ›Wer hat die Macht?‹ finde ich deshalb die Frage: ›Wie schaffen es alle Beteiligten in all ihrer Vielfalt, miteinander eine möglichst gute Lösung für ein konkretes Problem zu finden und gemeinsam diesen Weg zu gehen?‹«

Dass es dabei weniger um einen Kampf als um einen gemeinsamen Lernprozess, ja, sogar um eine Dekolonisierung des eigenen Denkens geht, bestätigt auch Matthias: »Einerseits ist es wichtig, alte Feindbilder – wie ›Wir gegen den Staat‹, ›Eltern gegen Lehrer‹ oder ›Schule gegen Eltern‹ – nicht weiter zu bedienen, sondern aufzulösen und zu heilen. Dazu ist es allerdings auch erforderlich, Konfliktlinien klar zu erkennen und zu benennen, anstatt sie durch aufgesetztes Wohlwollen zu kaschieren. Ansonsten können sich Konflikte, die eigentlich struktureller Art sind, leicht auf die persönliche Ebene verlagern. Dieser Widerspruch lässt sich innerhalb des bestehenden Systems nicht auflösen. Um so wichtiger ist es, dass alle Beteiligten sich dessen bewusst sind und sich nicht mit ihren jeweiligen Rollen identifizieren, sondern diese bewusst als Dienst an der Gemeinschaft annehmen.« //


Schnittstellen zwischen Schule und Freiheit

freie-talschule-tonndorf.de

kleine-dorfschule-lassaner-winkel.de

morgen-faengt-heute-an.de


Grit Fröhlich (47) studierte Publizistik und Kommunikationswissenschaft. Sie arbeitet als Autorin und Übersetzerin, ist Oya-Hüten-de und lebt mit ihrer Familie in Berlin.


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