Commonie

In eigener Sache: Oya braucht Grundauskommen

von Oya – Redaktion

Seit 16 Jahren erzählt Oya Geschichten vom guten Leben aller aus subsistenter, gemeinschaffender und gleichwürdiger Perspektive. Finanziert wird das vor allem durch die frei gewählten Jahresbeiträge vieler Menschen und Gemeinschaftsorte. Das beschert uns jährlich Einnahmen von rund 115 000 Euro. Nach wie vor stammt ein Viertel davon aus jenen Beiträgen, die Menschen aus der Pionierphase des Hütekreises geben. Danke euch allen, die ihr Oya ermöglicht!

Die Einnahmen decken die Kosten für Druck, Porto und Versand, für das Büro, die digitale Infrastruktur sowie die Stellen für Buchhaltung und Leseservice. Nachdem die Redaktionsarbeit 2023 – als Oya im Umbruch war – komplett ehrenamtlich erfolgte, können inzwischen zumindest an einige Redaktionsmitglieder wieder kleine Honorare oder Gehälter bezahlt werden: »Bei Oya sozialversicherungspflichtig für 654 Euro angestellt zu sein, ermöglicht mir im Redaktionskreis tätig zu sein«, erzählt Anja Marwege. »Meine 654 Euro monatlich fließen in die gemeinsame Ökonomie der Commonie Klein Jasedow«, sagt Matthias Fersterer. Ein Gutteil der Arbeit ist dabei nach wie vor geschenkt und war in den letzten Jahren nur möglich, weil Redaktionsmitglieder – zusätzlich zu Fürsorgetätigkeiten – anderweitig für ihr finanzielles Auskommen gesorgt haben: »Drei Jahre lang hatte ich eine Teilzeitstelle in einem Forschungsprojekt, mit dem ich meine Oya-Arbeit querfinanziert habe. Das Projekt ist jetzt ausgelaufen, so dass ich nun auch ein kleines Honorar von Oya brauche, um meine Lebenshaltungskosten decken zu können«, teilt Andrea Vetter.

Damit es Oya weiter geben kann, müssen wir mehr Redaktionsmitgliedern ermöglichen, zumindest einen Teil ihrer materiellen Grundgeborgenheit über Oya zu decken. Bis wir den Großteil der Almanache und Commoniebriefe über Verteilstationen in die Welt bringen können, haben wir zudem stetig steigende Porto- und Versandkosten zu tragen. Und auch unsere finanziellen Spielräume für experimentellere Formate wie Graphic Novels, Poster und Postkarten sind derzeit sehr begrenzt.

Nicht zuletzt inspiriert durch die Begleitung bei Switch (siehe links), werden wir Oya künftig noch stärker als betriebliches Commons (CSX) in den Blick nehmen. Deshalb laden wir nun dazu ein, mit uns gemeinsam über bedarfsorientierte Beitragsformen nachzudenken und diese zu erproben: Schreibt uns und seid bei der Videokonferenz am 7. Juli von 19 bis 20.30 Uhr dabei!

Wenn wir uns monatlich zwischen 400 und 800 Euro auszahlen, dann steht unseren Einnahmen im laufenden Jahr ein Bedarf von gut 149 000 Euro entgegen. Das heißt: Wir brauchen 34 000 Euro zusätzliche Einnahmen jährlich. Falls diese nicht zusammenkämen, müssten wir bei »Redaktion und Grafik« kürzen, dem einzigen variablen Posten. Am schönsten wäre es, wenn Oya noch viel mehr Menschen erreichte. Macht also gern auf uns aufmerksam! Da es unwahrscheinlich ist, dass bis Jahresende 800 neue Beitragende dazukommen, reicht das allein nicht. Falls ihr mehr als bisher geben könnt, dann erhöht doch euren Jahresbeitrag – eine Mail an unseren Leseservice genügt: Wenn alle 19 Euro mehr geben würden, käme der Betrag sofort zusammen. Da das nicht allen möglich ist, könnt ihr gern auch einmalig oder wiederkehrend über unsere Webseite spenden. 

Miteinander können wir Oya künftig noch gemeinschaftsgetragener werden lassen. Danke, dass ihr da seid! Die Redaktion

leseservice@oya-online.de
Insta: @oyazeitschrift
lesen.oya-online.de/jahresbeitrag

Oya in Zahlen: Dem Redaktionskreis fehlen derzeit noch 34 000 Euro zur materiellen Grundgeborgenheit.

Einnahmen 2026
aus Jahresbeiträgen, Einzelverkäufen,
Spenden und Anzeigen (in Euro)
115 000
Bedarf mit Grundauskommen149 110
Personal94 990
Redaktion und Grafik47 560
externe Honorare2 000
Social Media3 600
Korrektorat1 200
Leseservice9 430
Buchhaltung19 200
Krankenkassenbeiträge12 000
Büro8 600
gekündigte
Genossenschaftsanteile
960
Website, IT-Support, Lizenzen3 200
Druckkosten23 000
Porto und Versand14 000
Steuern und Steuerbüro3 100
Redaktionstreffen1 260
Offener Geldbedarf-34 110

Commoniebrief #09

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