Spannung ist fruchtbar
Wie kann ein einzelner seinem Anliegen unter vielen Menschen Geltung verschaffen, wenn er keine Macht ausübt – auch nicht in Form von psychischem Druck?

Schneck weg! – Ratgeberliteratur existiert zu allen möglichen und unmöglichen Themen, oftmals doppelt und dreifach. Und dann wieder gibt es erstaunlicherweise weitverbreitete, naheliegende Problemlagen, die jahrzehntelang ganz ohne Abhilfebuch auskommen müssen.
Im Fall der Schneckenplage, mit der wohl die meisten Gärtner in unterschiedlicher Massivität zu tun haben, ist nun endlich ein kompetenter Ratgeber erschienen, der die Sache zudem auch noch sympathisch-ganzheitlich angeht. Sofie Meys bringt ihre Leser ab vom Gedanken an Messer und Gift. Stattdessen lernen wir, dass es darauf ankommt, im Garten ein ökologisches Gleichgewicht zu schaffen: Eine Fülle an Arten und Habitaten stärkt auch die Freßfeinde der Schnecken. Zunächst aber lernen wir wertvolle biologische Fakten über Schnecken und die (für Gärtnerinnen) wichtigsten Arten. Und natürlich wartet das humorvoll verfasste Büchlein mit einer Vielzahl an möglichen Sorfortmaßnahmen auf: schneckenabwehrende Pflanzen, Abwehr mittels Kaffee, Bodenverbesserung und Pflanzenstärkung, Bau von Schneckenzäunen, richtiges Gießen, Mulchen, Jauchen, Pflanzenhomöopathie, Hühner- und Laufenten-Haltung …
Schneckenalarm!
So machen Sie Ihren Garten zur schneckenberuhigten Zone.
Sofie Meys; Cartoons von Renate Alf
Pala Verlag, 2013, 144 Seiten
ISBN 978-3895663222
9,90 Euro

Wie kann ein einzelner seinem Anliegen unter vielen Menschen Geltung verschaffen, wenn er keine Macht ausübt – auch nicht in Form von psychischem Druck?

Das fünfte Permakultur-Gestaltungsprinzip nach David Holmgren lädt ein, die Geschenke der Natur klug einzusetzen.

Katrin Faensen hat ihre Lebensaufgabe als Organisationsentwicklerin, Moderatorin und Prozessbegleiterin gefunden. Auf der individuellen Ebene zu arbeiten, reicht ihr aber nicht aus. Sie sucht den Blick auf das Ganze, eine Vogelperspektive. Und sie möchte mit ihrer Arbeit wirksam sein. Einen großen Hebel sieht sie im Ansatz der kollaborativen Demokratie, deren Essenz sie alltäglich erlebt: beim Aufbau von Netzwerken und Pionierprojekten, bei der Begleitung von Veränderungsprozessen oder mit ihrer fünfköpfigen Familie am Essenstisch.