Buchtipps

Schneckenalarm! (Buchbesprechung)

von Jochen Schilk, erschienen in Ausgabe #22/2013
Photo

Schneck weg! – Ratgeberliteratur existiert zu allen möglichen und unmöglichen Themen, oftmals doppelt und dreifach. Und dann wieder gibt es erstaunlicherweise weitverbreitete, naheliegende Problemlagen, die jahrzehntelang ganz ohne Abhilfebuch auskommen müssen.
Im Fall der Schneckenplage, mit der wohl die meisten Gärtner in unterschiedlicher Massivität zu tun haben, ist nun endlich ein kompetenter Ratgeber erschienen, der die Sache zudem auch noch sympathisch-ganzheitlich angeht. Sofie Meys bringt ihre Leser ab vom Gedanken an Messer und Gift. Stattdessen lernen wir, dass es darauf ankommt, im Garten ein ökologisches Gleichgewicht zu schaffen: Eine Fülle an Arten und Habitaten stärkt auch die Freßfeinde der Schnecken. Zunächst aber lernen wir wertvolle biologische Fakten über Schnecken und die (für Gärtnerinnen) wichtigsten Arten. Und natürlich wartet das humorvoll verfasste Büchlein mit einer Vielzahl an möglichen Sorfortmaßnahmen auf: schneckenabwehrende Pflanzen, Abwehr mittels Kaffee, Bodenverbesserung und Pflanzenstärkung, Bau von Schneckenzäunen, richtiges Gießen, Mulchen, Jauchen, Pflanzenhomöopathie, Hühner- und Laufenten-Haltung …


Schneckenalarm!
So machen Sie Ihren Garten zur schneckenberuhigten Zone.
Sofie Meys; Cartoons von Renate Alf
Pala Verlag, 2013, 144 Seiten
ISBN 978-3895663222
9,90 Euro

weitere Inhalte aus #22 | Entscheidungskunst

Photo
(Basis-)Demokratie

Radikale Reform ist dringend an der Zeit

Jascha Rohr Heute ist der 23. Juli. Wir sitzen bei geschätzten 33 Grad in einem schattigen Bremer Hinterhof und trinken Cappuccino und Wasser. Roman, du arbeitest hier schon mehrere Tage für den Verein »Mehr Demokratie«. Worum geht es dabei?Roman Huber Da geht es

Photo
Regional- & Stadtentwicklung

Die Stadt aller Menschen

Städte dominieren die Kulturen weltweit. Wer aber entscheidet, wie sich eine Stadt entwickelt und wie sich das Leben in ihr gestaltet?

Photo
Kunst

Improvisation und Demokratie

Schon in meiner Jugend ermüdete ich, wenn ich am Cello saß und ein Notenblatt nach dem anderen aufgelegt wurde. So schön die klassische Musik sich zuweilen anhörte, meine eigene war es nicht. Doch gab es sie überhaupt, diese eigene Musik? Ich suchte und fand. Nach

#22 | Entscheidungskunst

Cover OYA-Ausgabe 22
Neues aus der RedaktionVerteilstationen