Das Glück reist mit
Spielplätze zu bauen, ist ihre Passion, und dafür gehen sie an ungewöhnliche Orte: »KuKuk« realisiert partizipative Bauprozesse.

Gemeinsam mit vielen Menschen eine Bürgerinnenvision für Hamburg zu entwickeln, Ideen zu bündeln und Alternativen zur derzeitigen Stadtentwicklung zu artikulieren – das hatte sich das Team von Nexthamburg vorgenommen und erfolgreich verwirklicht. 2009 startete die zehnköpfige Gruppe mit der ersten Bürgerversammlung, und im Jahr 2012 erschien das Buch, das den dreijährigen Prozess erläutert, an dem mehrere Tausend Menschen mitgewirkt haben.
Das Auto stehen lassen und kostenlos mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren, Leuchtwerbung mit erneuerbaren Energiequellen betreiben, eine offene »Containeruni«, die von Ort zu Ort zieht – die Ideen und Visionen der Hamburgerinnen für ihre Stadt sind kreativ, lebendig, manchmal skurril, aber immer laden sie ein, eigenen Gedanken zu einer zukunftsfähigen und lebenswerten Stadt freien Lauf zu lassen.
Herausgeber Julian Petrin beschreibt anschaulich, wie wichtig Beteiligungsrunden sind und wie inspirierend die Ergebnisse sein können. Dennoch wird klar, dass die Visionsfindung nur der erste Schritt auf einem langen Weg ist. Petrin fasst zusammen: »Wir stehen erst am Anfang eines Umbaus lokaler Demokratie«.
Nexthamburg
Bürgervisionen für eine neue Stadt.
Julian Petrin
Edition Körber Stiftung
120 Seiten
ISBN 978-3896840943
18,00 Euro

Spielplätze zu bauen, ist ihre Passion, und dafür gehen sie an ungewöhnliche Orte: »KuKuk« realisiert partizipative Bauprozesse.

Der leichtfüßige Titel und das handliche Format dieses Buches lassen zu Beginn der Lektüre kaum erahnen, welch schwergewichtigen Inhalt den Leser erwartet. Viel mehr als nur ein Denkanstoß, ist dies ein Buch, das lange nachwirkt.Der erste Teil untersucht die Geschichte des

Der Untertitel dieses Buchs ruft sofort Assoziationen zur »artgerechten Tierhaltung« hervor – und damit auch zu ihrem Gegenteil, der industriellen Massentierhaltung. Den Inhalt bringt das treffend auf den Punkt, prangert der Autor doch eine Vielzahl von Missständen unserer