enkeltauglich leben

Kunst Stadt

Engagierte Bürgerkunst findet mit den »Citizen Art Days« ­ihren Weg aus dem Museum auf die Straße.
von Lara Mallien, erschienen in Ausgabe #32/2015
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Wer an der Haltestelle der U2 am Berliner Alexanderplatz steht, blickt auf Plakatwerbung. So ist das an Bahnsteigen üblich. Über lange Jahre gehörte hier jedoch etwas ganz anderes zur Selbstverständlichkeit: Zu DDR- und Nachwendezeiten standen die Wartenden Plakaten eines Kunstwettbewerbs zum Thema »Frieden« gegenüber, und nach 1992 – als die Fläche in die Obhut der demokratisch organisierten »Neuen Gesellschaft für Bildende Kunst« (NGBK) kam – verschiedensten Ausstellungen zeitgenössischer Kunst. Erst 2010 hatte der Kommerz die Oberhand gewonnen. Empört schrieben die Mitglieder der NGBK einen Wettbewerb für alternative Ausstellungskonzepte im Stadtraum Berlin aus. Auch wenn er aus internen Gründen nie ausgetragen wurde, hatte die Ausschreibung nachhaltige Wirkung: Eine kleine Runde von Künstlerinnen und Künstlern diskutierte eine Woche lang darüber, wie sich die schwindenden Freiräume für Kunst und Kultur in Berlin zurückerobern ließen. Drei von ihnen blieben dieser Frage auf der Spur, auch als sich die Wettbewerbsidee längst als unrealisierbar erwiesen hatte: María Linares, Kerstin Polzin und Stefan Krüskemper – alle im Feld der bildenden Kunst unterwegs – trafen sich weiterhin und feilten an dem begonnenen Konzept, bis die ersten Grundzüge der »­Citizen Art Days« erkennbar wurden.

Einem Zauber auf der Spur
Ende Februar 2012 schließlich sorgten die ersten Citizen Art Days für so viel Wirbel in kulturkreativen Kreisen, dass deren Ausläufer auch im Oya-Büro zu spüren waren. Kaum eine E-Mail von Berliner Oya-Autorinnen und -Autoren, die damals nicht von diesem Ereignis erzählte. Der Philosoph Andreas Weber schrieb zum Beispiel am 23. Februar: »Ich bin derzeit auf den Citizen Art Days. Das ist wirklich eine inspirative Welle. Ich habe endlich expressis verbis kapiert, dass Sinnprozesse jeglicher Art – ökologisch, ökonomisch, sozial, pädagogisch – nur lebendiger machen, wenn sie in ihrer Substanz Kunstprozesse sind. Und das heißt gleichursprünglich Lebendigkeitsprozesse. Was nicht meint, dass dann alles gut sei, weil Leben gut sei. Sondern nur, dass dann alles wirklich ist, dass man im Kontakt auch mit der eigenen lebendigen Wirklichkeit bleibt.«
Dabei hatte das Konzept dieser Kunsttage in meinen Ohren gar nicht so außergewöhnlich geklungen: Zu den Themen Nachhaltigkeit, Ökonomie und Demokratie – Letzteres verstanden im Sinn von »neuen Formen des Miteinanders« – sollten Kulturschaffende mit Bürgerinnen und Bürgern acht Tage zusammenarbeiten. – Doch irgendetwas Außergewöhnliches muss dabei im Spiel gewesen sein. Dem wollen Johannes Heimrath und ich auf die Spur kommen und besuchen María, Kerstin und Stefan, das Trio der Citizen Art Days, im März dieses Jahres in Berlin.
»Wenn ich an 2012 denke, fällt mir Berthild Lorenz ein, eine Hartz-IV-Empfängerin«, erzählt Stefan. »In der Abschlussrunde der Citizen Art Days sagte sie, dass sie seit dem Mauerfall nichts mehr derart Befreiendes erlebt habe. Auf Augenhöhe mit Menschen aus allen möglichen Bereichen – Künstlerinnen, Gemeingut-Aktivisten, Nachbarn – auf so eine offene und intensive Art zusammenzuarbeiten, habe ihr enorm viel bedeutet.«
Wir sitzen in Berlin-Neukölln im Atelier des Künstlers Oscar Ardila bei einem improvisierten Frühstück. Die frühe Stunde ist kostbar, denn bald werden zwei Gäste aus Kolumbien, der Heimat von María und Oscar, eintreffen: Filmemacher Daniel Bejarano und Architekt Felipe Gonzalez. Ihre Initiativen haben in Bogotá einen von der Stadt in Kooperation mit dem Goethe-Institut ausgeschriebenen Wettbewerb zu partizipativer Kunst gewonnen. Daniel vertritt »Ojo al Sancocho«, ein Filmer-Kollektiv, das in den Favelas der Ciudad Bolívar gemeinsam mit Anwohnern ein selbstorganisiertes Fimfestival auf die Beine stellt; Felipe kommt für das Kollektiv »Arquitectura Expandida«, das den Favela-Bewohnern zeigt, wie sie aus einfachen Materialien Gemeinschaftsräume bauen können. Der Preis enthält auch eine Reise nach Berlin, und so werden die beiden heute mit dem Team der Citizen Art Days auf einer Fahrradtour sozial engagierte Kulturprojekte besuchen. Felipe kennt seine Gastgeber bereits, denn 2014 war die kolumbianische Hauptstadt Schauplatz der Citizen Art Days. Die Arquitectura Expandida gehörte zu den 18 Projekten, die sich daran beteiligten hatten.

Auf den Prozess vertrauen
»In Bogotá haben wir es zum ersten Mal gewagt, nicht im Vor­aus bestimmte Künstlerinnen oder Künstler einzuladen, wie wir es aus den Jahren zuvor gewohnt waren«, erzählt María. »Stattdessen haben wir mit Unterstützung von Oscar und lokalen Kulturinitiativen nur einen ›Open Call‹, einen offenen Rundruf, in die Stadt hineingegeben.« Eingeladen waren ökosozial engagierte Menschen, die unter dem Motto »Memoria Cooperativa« zu konstruktiven Formen von Demokratie und der Erinnerung an die Ermordeten aus den Bürgerkriegen der vergangenen Jahrzehnte kreativ arbeiten wollten. »Mehr als dieses Thema und der Ort – die öffentlichen Plätze rund um das ›Centro de Memoria, Paz y Reconciliación‹ – waren nicht festgelegt«, betont Maria.
Mehr war offenbar auch nicht nötig. Das Künstlertrio erzählt von der Dynamik seiner Projekttage in Bogotá, ausgelöst durch die Frage: Was wollen wir gemeinsam entstehen lassen? »Kinder!« – das war eine der Assoziationen, und so wurde kurzerhand eine Schaukel auf dem alten Friedhof installiert. »Eine Performance mitten in der Stadt!« – die Beteiligten hüllten sich in ein großes blaues Tuch, um daran zu erinnern, dass viele Opfer der Paramilitärs bei lebendigem Leib aus Flugzeugen ins Meer geworfen wurden. »Hängende Gärten!« – eine Wand auf einem Friedhof wurde mit Blumen und Gemüse bepflanzt.
Es scheint so einfach zu sein: Eine Einladung aussprechen, ein paar grundlegende Rahmenbedingungen schaffen und fragen, wie Schönheit entstehen kann – Schönheit nicht in Gestalt eines zu bewundernden Werks, sondern im Sinn jener ­rätselhaften poetischen Qualität von Resonanz und Verbundensein, die sich manchmal unversehens einstellt, wenn sich Menschen aufeinander und auf den Ort, mit dem sie es zu tun haben, einlassen.
»Freilich haben wir nicht ganz ohne Struktur gearbeitet«, betont Kerstin. »Basierend auf unseren Erfahrungen mit den Citizen Art Days in den vorherigen beiden Jahren hatten wir verschiedene Strategien vorbereitet, um gemeinschaftlich künstlerische Entscheidungen zu fällen. Erste Ideen haben wir zum Beispiel mit Hilfe eines World-Cafés zusammengetragen.«
»Die ›Kappeler Suppe‹ ist auch eine von unseren Strategien«, ergänzt María. Der Name spielt auf die »Kappeler Milchsuppe« an. In Kappel am Zürichsee verbrüderten sich im Jahr 1529 zwei Heere. Während die verfeindeten Anführer noch miteinander verhandelten, saß das Fußvolk beider Seiten längst friedlich beisammen und verspeiste eine Milchsuppe aus Zutaten, die alle gemeinsam zusammengetragen hatten. »In dieser Tradition Suppe zu kochen, war einer der Höhepunkte in Bogotá.«
»Strategie« – in der Kunstszene wird der Begriff häufig in den Mund genommen. Erzeugt das nicht eine unangebrachte Dis­tanz zu dem, was getan wird? Suppekochen aus von allen mitgebrachten Zutaten – eine künstlerische Strategie? Nicht das Natürlichste auf der Welt? Doch die selbstverständlichsten Dinge werden in unserer seltsamen Welt nicht gewürdigt. So wird es wichtig, einen Akt wie das gemeinsame Kochen bewusst in Wert zu setzen, es durch einen Namen wie »Kappeler Suppe« in einen sozialkünstlerischen Kontext zu stellen und ihm damit Aufmerksamkeit zu sichern.

Erste Schritte im Museum
Die ersten Citizen Art Days 2012 hatten sich noch im eher klassischen Kunstrahmen bewegt: »Die Tage in Berlin fanden im Wesentlichen im Freien Museum statt«, erklärt Kerstin. »Das war nicht ideal, denn ein Museum stellt immer auch eine Hürde dar. Eines der Projekte, die zwei Künstler zusammen mit Obdachlosen umsetzen wollten, scheiterte daran, dass sich die Betroffenen nicht über die Schwelle des Museums trauten. Die Workshops der Künstlerin Shelley Sacks hingegen hatten eine hohe Anziehungskraft. Vormittags wie nachmittags hat sie im Freien ›Erdforen‹ abgehalten. Dabei widmet sich eine Runde von ca 15 Menschen auf eine intensive, imaginative Weise in einem dreistündigen Prozess Fragen nach der eigenen Beziehung zur Erde. Konkrete Erde sowie die Erde als Ganzes war in den Gesprächen präsent. Viele der über hundert Beteiligten erlebten die Foren wie eine Initialzündung.«
Komplementär dazu leitete die spanische Künstlergruppe »Platoniq« einen Workshop zu alternativen Finanzierungsmodellen für Projekte, die Gemeingüter entstehen lassen. An den Abenden fanden Gespräche, Vorträge und Kunstaktionen statt. Schließlich hatten während der acht Tage etwa 800 Menschen an 32 Veranstaltungen teilgenommen – ohne Eintritt zu bezahlen, denn die Finanzierung war von der Bundeszentrale für politische Bildung übernommen worden.
»Mit dieser Arbeit wollten wir noch viel stärker in den öffentlichen Raum hineingehen«, erzählt Stefan. »Im Mai 2012 haben wir für einen Kongress zum Thema Partizipation Erdforen, einen ›Ich-kann-nicht-singen-Chor‹ und andere Workshops mitten auf dem Alexanderplatz organisiert.«

Mitten im Markttreiben
»2013 haben sich die Citizen Art Days schließlich mit dem Ort des Geschehens verwoben«, erzählt Kerstin. Dieser Ort war die »Markthalle 9« in Kreuzberg, wo sich täglich Tausende von Berlinern mit ökologisch und regional angebauten Lebensmittel versorgen. Das passte zum Motto, das sich María, Kerstin und Stefan für ihren zweiten Anlauf gegeben hatten: angewandte Postwachstumsökonomie.
Schon der Auftakt, der »Musicircus«, interagierte mit dem Ort: »Die Sängerin Sigune van Osten hatte dazu eingeladen, ein Instrument oder irgendetwas, das Töne von sich gibt, mitzubringen. Lokale Musikgruppen fanden das eine tolle Gelegenheit, sich zu zeigen, aber auch ›ganz normale Nachbarn‹ waren dabei, die Citizen Art Days mit einem Umzug durch die Straßen und einem Konzert in der Markthalle  zu eröffnen«, erzählt Kerstin.
Auf den Musikabend folgte ein Sonntag – da ist die Markthalle 9 üblicherweise geschlossen. »Wir konnten uns ausbreiten«, erinnert sich María. »Jaana Prüss hatte einen ›Markt der Fähigkeiten‹ organisiert. An gut 20 Ständen wurden Fahrräder repariert, Kleider genäht, Kräuter verarbeitet, Papier geschöpft, Saatgut, Kleider und sonstige nützliche Dinge getauscht oder über Schenkökonomie diskutiert.« In den nächsten Tagen frequentierte die Öffentlichkeit wie gewohnt die beliebte »Kantine 9«, während ein paar Meter weiter ein »geistiges Festmahl« mit poetischen Beiträgen abgehalten wurde, aus alten Stoffen kreative Upcycling-Objekte entstanden oder Improvisationstheater gespielt wurde. Als sich gegen Ende der Woche die Markthalle mit Ständen füllte, waren die Workshop-Zonen mitten im Getümmel lose mit Seilen und Planen markiert. Über all dem prangte das »Unreal Estate House« des Designers Van Bo Le-Mentzel, wo sich Besucherinnen und Besucher über die ­Citizen Art Days informieren konnten. Das als Wohnung taugliche Häuschen ist auf einen Autoanhänger montiert, so dass es überall in der Stadt als Protest gegen steigende Mietpreise ein Zeichen setzen kann. Ein Blickfang muss auch der Stand der Künstlerin Folke Köbberling gewesen sein. Sie hatte einen Marktstand aus Discounter-Regalen – Relikte aus den 1970er-Jahren der Markthalle 9 – gebaut. Von dort aus starteten fantasievolle Exkursionen in die Stadt: Kanufahrten, Wildkräuterwanderungen oder von Obdachlosen geführte Stadterkundungen. Der Stand war auch Schauplatz des »Bürgercampus« – ein Experiment, das unter Koordination der Künstlerin Susanne Bosch Wirklichkeit werden konnte.
»Schon Monate zuvor hatten wir einen Aufruf, sich für den Bürger­campus zu bewerben, in alle unsere Kanäle geschickt«, erklärt Stefan. »Es kamen viele spannende Vorschläge. Für die Projekte, die etwas Geld für Materialkosten brauchen würden, haben wir ein Crowdfunding organisiert, so dass der Campus in jeder Hinsicht ein Gemeinschaftsereignis wurde.« Einige der Projekte suchten den unmittelbaren Dialog mit Passanten. In seinem »Shopping Trolley Projekt« sammelte Hermann Marbes mit einem Einkaufswagen Geschichten von Menschen auf der Straße über »gutes Leben« ein. »Sehr präsent war die Aktion von Christiane ten Hoevel und Andreas Mayer-Brennenstuhl«, erinnert sich María. »Sie haben Marktbesucher um Aussagen zum Thema Postwachstumsökonomie gebeten, sie auf Schilder geschrieben und diese als ›stehende Demonstration‹ in der gesamten Markthalle verteilt.«
An den Abenden leerten sich jeweils die Stände, und es gab Raum für Vorträge, Gespräche und Präsentationen. »Die letzten beiden Abende habe ich noch intensiv in Erinnerung«, berichtet Kerstin. »Die Künstlergruppe ›Reinigungsgesellschaft‹ hatte Flüchtlinge vom Oranienplatz dazu eingeladen, von ihrer Situation zu erzählen. Dann wurde nach Rezepten der Flüchtlinge gemeinsam gekocht. Viele von ihnen haben gesagt, dies sei einer der seltenen Momente gewesen, in denen sie sich in Berlin willkommen gefühlt haben.«

Zukunftsprojekt »Astrogarten«
Was unterscheidet nun die Citizen Art Days von einer allgemeinen Postwachstums-Aktionswoche? »Es ist uns wichtig, dass starke Bilder entstehen«, meint Kerstin am Frühstückstisch auf die Frage von Johannes Heimrath. »Der Markt als solches ist so ein starkes Bild. Wir adressieren mit der ›Installation‹ der Citizen Art Days an einem solchen Ort den zeitgemäßen Austausch von materiellen und ideellen Gütern. Der muss von uns allen mitgestaltet werden. Kunst und Handel oder auch Handeln gehören zusammen. An unserem Postwachstums-Thementag haben ja den ganzen Nachmittag engagierte Menschen aus Berliner Projekten in einer Fishbowl-Runde über neues Wirtschaften nachgedacht, gesprochen und sich zugehört. In der Gruppenperformance am Abend konnte man Imaginationen – innere Bilder – austauschen.«
Wie wirken solche Bilder? Ich denke darüber nach, als wir uns auf die Fahrräder schwingen, denn inzwischen sind Daniel und Felipe aus Bogotá zu uns gestoßen. Die Sonne scheint und lässt die Spreekanäle blitzen, der Verkehr legt eine Atempause ein. Wie steht es um die Wiedereroberung des öffentlichen Raums, von dem die Künstlerinnen und Künstler sprechen? Gibt es eine Chance für das Schöne, Gute und Wahre? Zwischen Discountern, Spätis und Döner­läden versteckt sich das »Apartment Project« der Filmerin Selda Asal, unsere erste Station. Sie holt regelmäßig türkische und deutsche Kreative zu Gemeinschaftsarbeiten zusammen – großartig, aber warum ist all das so verborgen? Johannes und mich überfällt die uns wohlbekannte Großstadt-Melancholie.
»Auf dem Rückweg werden wir an unserem zukünftigen Astro­garten vorbeikommen«, ermuntert uns Kerstin. »Auf dem Bürgercampus 2013 hat der Berliner Garten-Aktivist Hanns Heim eine Führung zu Stadtgärten angeboten und dabei von seiner Idee erzählt, an der Hauswand mit dem Astronauten-Graffito an der Ecke Mariannenstraße–Skalitzer Straße einen vertikalen Garten aufzubauen. Dieses Projekt wollen wir nun zusammen mit dem Verein ›Ton, Steine, Gärten‹ verwirklichen. Kürzlich gab es dazu eine erste Planungsrunde. Van Bo Le-Mentzel ist mit von der Partie und hat sie geleitet.« Das wird bestimmt ein besonders poetischer Garten – ein »starkes Bild«, wie Kerstin sich ausdrückt. Vor allem wird dieses Bild beständig sichtbar sein und den Kunst-Impuls der Citizen Art Days dauerhaft in den Berliner Alltag führen. •
 

Bei den nächsten Kunstaktionen dabei sein?
Auf www.citizenartdays.de werden regelmäßig Workshoptermine angekündigt.

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