Schneller langsamer bewegen
Die Dominanz motorisierter Verkehrsmittel ist heute gesellschaftlich fest verankert und wird kaum hinterfragt. Gibt es Wege aus der Beschleunigungsfalle?

Das Buch »Sterben und Tod. Am Ende ist es nicht vorbei« von Peter Krause ist eines von vielen, die zu einer positiven Auseinandersetzung mit dem Lebensende anregen wollen. Der Autor spannt einen weiten Bogen von der Geburt über das gesamte Leben hin bis zum Sterben des Körpers und darüber hinaus. Er lädt dazu ein, den Blick auf die »Tiefendimension des Erdenabschieds zu verfeinern und die Qualität und Schönheit des Lebens darin zu entdecken«.
Dabei steht zunächst der Prozess des Sterbens in seiner ganzen Komplexität – vom Abschiednehmen bis zu den verschiedenen Phasen am Ende des körperlichen Lebens – im Mittelpunkt. Traditionen sowie die derzeit gängige Praxis von Sterbebegleitung, Bestattung und Trauerarbeit werden kritisch beleuchtet und andere Wege vorgestellt. Ein weiteres Kapitel widmet sich den Fragen, die sich angesichts der hochentwickelten Intensivmedizin stellen – Fragen zu lebensverlängernden Maßnahmen oder zum Spannungsfeld zwischen Hirntod und klinischem Tod im Zusammenhang mit Organspenden. Auch auf die noch immer aktuelle Diskussion um Sterbe- und Suizidhilfe sowie über den Umgang verschiedener Länder damit geht Peter Krause ein. Schließlich wagt er auch einen Blick hinter die Kulissen und entwirft, inspiriert von Rudolf Steiner, das Bild eines Wegs der Seele im Jenseits.
Bahnbrechend neue wissenschaftliche Erkenntnisse bietet das Buch nicht. Wer aber für die Vorstellung, dass das Leben mit dem Tod nicht vorbei ist, offen ist, wird wertvolle Inspirationen für neue Sichtweisen im Diesseits finden.
Sterben und Tod
Am Ende ist es nicht vorbei.
Peter Krause
epubli, 2015, 160 Seiten
ISBN 978-3737526210
16,80 Euro

Die Dominanz motorisierter Verkehrsmittel ist heute gesellschaftlich fest verankert und wird kaum hinterfragt. Gibt es Wege aus der Beschleunigungsfalle?

Die oft hierarchischen Verhältnisse in der psychosozial-psychiatrischen Versorgungslandschaft auf den Kopf zu stellen, mag realitätsfern anmuten – doch im »Durchblick e. V.«, einer Interessengemeinschaft für Psychiatriebetroffene, ist dies seit bald 27 Jahren tägliche Praxis.

Frieda Bieselin wohnt seit 84 Jahren in dem kleinen Dorf Weisweil in Baden. Sie hat kein Auto, kein Handy, kein Internet und ist doch bestens vernetzt. Sie lebt von einer kleinen Rente, doch hat sie alles, was sie braucht. Das Haus hat die Familie nach dem Krieg mit eigenen Händen gebaut; der Garten hat sie damals komplett versorgt.