enkeltauglich leben

Kapitel 8

von Der Schwarm, erschienen in Ausgabe #40/2016
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© Dörthe Hagenguth

Silke Helfrich  Zur Zeit bin ich in jeder freien Minute Handwerkerin. Seit drei Jahren beschäftigt mich und meinen Partner ­Jacques ein altes Fachwerkhaus bei Heilbronn. Wir müssen es umfunktionieren: vom Café zum Wohnhaus. Es ist spannend, sich Wissen über traditionelle Bauweisen zu erarbeiten. In der Nähe lebt einer der besten Kalkexperten Deutschlands, von dem wir viel gelernt haben. Am liebsten würden wir hier vor Ort einen Kalkputzworkshop organisieren: Sumpfkalk anrühren, verputzen und bemalen – das wäre ein volles Programm für drei Tage. Aber bei all den Verpflichtungen schaffe ich es nicht, so etwas zu organisieren.
Lara Mallien Da sind wir mitten im Thema: Was hindert uns daran, die Dinge zu tun, von denen wir sicher wissen, dass sie jetzt »dran« sind? Ist es möglich, die Hamsterräder zu verlassen, die uns vom Wesentlichen abhalten?
SH Gute Frage! Auch für meine theoretische Arbeit finde ich nicht den nötigen Freiraum. Dabei habe ich das deutliche Gefühl, dass ich jetzt ein ausführliches Buch über »Muster des Commoning« schreiben sollte.

Wir sitzen vor dem maroden Schnitterhaus in Klein Jasedow, erbaut in den 1920er Jahren für polnische Landarbeiter, und betreiben per Telefon-Lautsprecher mit Silke Helfrich Sprachforschung. Worum es geht, zeigt sich in unserer unmittelbaren Umgebung: um die »Qualität ohne Namen«. Seit die äußersten Äste der Erle an der Ecke des Schnitterhaus-Vorbaus den gegenüberliegenden Heckenrosenbusch berühren, seit der Efeu und das Jelängerjelieber die Wände vollständig überwuchert haben und wir die zusammengebrochene Bank in der windgeschützten Ecke zwischen Vorbau und Hauswand erneuert haben, ist hier ein Raum entstanden, für den die Einstufung als »­gemütlich« zu banal wäre. Er hat die »­Qualität ohne Namen«, von der Christopher Alexander, Architekturtheoretiker und Philosoph, in seinem Buch »Eine Mustersprache« schreibt. Warum nehmen Menschen einen Raum, ein Haus, einen Platz oder eine Stadt und schließlich eine gesamte Kulturlandschaft als lebendig wahr? Alexander hat erforscht, was diese Lebendigkeit ausmacht beziehungsweise herstellt – nicht nur in der Architektur, sondern auch in sozialen Prozessen. Dabei konzentrierte er sich auf die Frage, wie sich bei unterschiedlichsten Aufgabenstellungen immer wieder jene geheimnisvolle Qualität von Stimmigkeit einladen ließe. Die gefundenen Lösungsansätze nannte er »Muster«. Es gibt unzählige von ihnen. Sie lassen sich identifizieren und beschreiben; wie Wörter verbinden sie sich zu einer Sprache, einer Mustersprache.
Mit Silke Helfrich, die seit vielen Jahren weltweit den Diskurs über das Thema »Commons*«, »Gemeingüter« – oder sollten wir besser »Gemeintümer« sagen? – befördert, spüren wir seit den Anfängen von Oya einer zentralen Frage nach: Wie lässt sich ausdrücken, was gelingendes Zusammenspiel ausmacht – nicht nur zwischen Menschen, sondern auch zwischen der Gattung Homo und der mehr-als-menschlichen Welt*, also allem, was da außer uns noch eine Situation oder einen Ort bestimmt? – Genau dieser Satz ist ein treffliches Beispiel für das Stottern, in das wir geraten, wenn wir die üblichen Kategorien – hier der Mensch, dort seine Ressourcen – weglassen.

SH Das Buch, das ich schreiben sollte, wäre ein Vorschlag, die Gesellschaft als Ganze aus Commons-Prinzipien heraus zu denken. Mein Vorbild: »Eine Mustersprache« von Christopher Alexander. So wie Alexander Muster von der kleinsten bis zur größten architektonischen Einheit entwickelt, möchte ich auf verschiedenen ­Ebenen – von familiären Beziehungen über Gruppen, Organisatio­nen, Netzwerken, Kommunen bis hin zu Regionen und größeren politischen Einheiten – zeigen, dass es immer ähnliche Muster sind, nach denen sich lebendige Selbstorganisationsprozesse – ­welcher Größenordnung auch immer – so entfalten dürfen, dass Leben­digkeit* entsteht, dass Pflegen und Nutzen, Individualität und ­Gemeinschaftlichkeit in Balance sind.
LM Ich erinnere mich daran, wie du in Diskussionen zu Commons auf diversen Konferenzen mit dem sich stereotyp wiederholenden Einwand gerungen hast, dass Selbstorganisation auf Augenhöhe in Kleingruppen ­einander bekannter Menschen ganz nett funktionieren möge, was aber letztlich »Kinderfasching« sei und man es nicht auf ernsthafte wirtschaftliche oder politische Zusammenhänge übertragen könne. Stets kam früher oder später die »Killerfrage« nach der Skalierbarkeit. Irgendwann hattest du den Mut, zu sagen: »Die Frage ist falsch gestellt.« Wie begründest du das heute?
SH Die Frage resultiert aus einem Denken, in dem es ein Unten und Oben und damit ein Von-unten-nach-Oben oder umgekehrt gibt. Sie denkt Gesellschaft ­hierarchisch – in Repräsentationssystemen, die irgendjemanden immer weiter nach oben delegieren. So erwartet alle Welt Patentrezepte, die sich schablonenhaft auf die verschiedenen Ebenen anwenden lassen. Muster, die sich aus gemeinsamen, sinnstiftenden Praktiken und Erfahrungen nähren, sind aber so divers, dass sie sich nicht verordnen lassen. Sie lassen sich nur aneignen – auf jeder Ebene und in jedem Kontext. Inzwischen weiß ich, dass ich auf diese Frage nach der Skalierbarkeit nur mit einem ganzen Buch zu Mustern des Commoning* antworten müsste …

Worüber wird hier gesprochen? Commons, Commoning, Muster, Selbstorganisation, Prozess, Kontext, Prinzipien, Skalierbarkeit – geht es noch abstrakter? Was soll die Geheimsprache? Geht es nicht in Wahrheit um praktische, lebensnahe Dinge, um Selbstverständlichkeiten – die leider oft geringgeschätzt werden? Um sie in Wert zu setzen, ist in den Sprachen der westlichen Welt einiges an verbaler Akrobatik notwendig.
Überall zeigen Beispiele, dass Menschen in großer Selbstverständlichkeit das Pflegen mit dem Nutzen ihrer Lebensgrundlagen verbinden können. Das Deutsche kennt für das Ergebnis solcher Praktiken das Wort »Allmende«* – ein starkes, schönes Wort, doch manche können es nicht aus seinem mittelalterlich-bäuerlichen Ursprung lösen und in einen aktuellen, zeitgerechten Rahmen setzen; sie tun es als »altmodisch« ab. Im Englischen heißen die Allmenden »Commons« – das passt hierzulande manchen besser zu »Open Source«, »Laptop« und »App«, und so hat sich auch der Begriff der »Commoners«* eingebürgert, die durch »Commoning« ihr pflegendes Nutzen – kurz: pflegnutzen* – organisieren. Doch geht es bei all dem nicht in erster Linie um materielle »Güter«, wie viele der deutschen Übersetzung von Commons – »Gemeingüter« – sprachhistorisch unkorrekt unterstellen. Vielmehr sind Prozesse gemeint, die sich in ständiger sozialer Aushandlung gestalten – und es gibt eben auch immaterielle und ethische Güter, wie etwa das Recht oder die Freundschaft oder das ­Leben als Ganzes. Dafür hat sich das Verb »commoning« international bewährt. In Oya ersetzen wir es gern durch das neue Wort »­gemeinschaffen«*.
Selbstverständliches Gemeinschaffen findet sich oft dort, wo man es am wenigsten erwartet. Einige Menschen in unserem Umfeld, unter anderen auch Silke Helfrich, nahmen kürzlich an einem zehntätigen Meditationskurs nach der Vipassana-Methode teil. Silke war erstaunt, dass ihre Frage, wohin die Teilnahmegebühr zu überweisen sei, ins Leere zielte. Erst wer die zehn Tage Schweigen durchgestanden hat, darf überhaupt etwas spenden. Vipassana ist kein Produkt, hat keinen Preis – so ist es in allen Vipassana-Zen­tren weltweit. Die Höhe der Spende ist frei. In der Küche, im Haus und im Garten eines Zentrums arbeiten freiwillige Helferinnen und Helfer; sie alle haben selbst einen solchen Kurs absolviert und stemmen nun Kurs um Kurs die Verpflegung und Betreuung der in der Regel großen Gruppen. Niemand bekommt für diese Arbeit ein Honorar oder eine Aufwandsentschädigung, auch die Lehrenden nicht. Würden einem Vipassana-Zentrum auch noch Nahrungsmittel, Baumaterial oder Strom, Wasser und Müllentsorgung geschenkt, könnte es weitgehend ohne Geld existieren. Es trägt zur psychischen Gesundheit Tausender Menschen bei – und alles geschieht freiwillig.
Durch das unbezahlte Zusammenwirken entstehen weder Chaos noch Mangel, sondern Ordnung und Fülle. Was in einem Zentrum immer wieder gut gelingt, kann von einem anderen übernommen werden wie ein Muster – freilich nicht, ohne es an den ­lokalen Kontext anzupassen, etwa an die Art und Weise, wie jeweils das Wissen über die Zubereitung des Essens für so viele Menschen an die nächsten Freiwilligen übergeben wird.

SH Bevor ich mich an ein Buch wie »Muster des Commoning« wage, haben wir noch ein anderes im Kopf. Wir, das sind Kollegen von der Commons Strategies Group, insbesondere David Bollier und Partner wie die Heinrich Böll Stiftung. Wir wollen zeigen, dass – wenn ein Perspektivwechsel vollzogen wird – Commons in Recht, Ökonomie und Politik gar nicht so schwer denkbar und umsetzbar sind. Da dürfen wir keine Angst vor großen Bögen haben. Für mich ist das herausfordernd; ich möchte mich doppelt und dreifach absichern – poli­tisch, intellektuell, emotional. Wir denken an Grenzen entlang, hinter denen noch niemand anders gedacht hat, das ist naturgemäß fehlerbehaftet. Damit emotional umzugehen, ist für mich ein Riesenproblem. Zudem dürfen wir keinen Ideologien aufsitzen.
LM Ich kenne dieses Gefühl von Leere, plötzlich in eine Sprachlosigkeit hineinzufallen – besonders wenn ­meinem Gegenüber all die Muster, in denen sich meine Gedanken und Erfahrungen zu gemeinschaftlichen Prozessen bewegen, völlig unvertraut sind.
SH Deswegen sagt mein Kollege David auch gern, wir seien »ontologische Krieger«. Tatsächlich werden Commons-Denken und Commoning von jenen, denen diese Seinsweisen unvertraut sind, oft nicht verstanden und bekämpft. Es gilt vielen als unpolitisch, manchen als verdächtig und einigen sogar als gefährlich. Dabei scheint mir »Commons« ein radikal demokratisierendes Konzept. Es fordert das politische System heraus.
Dieses Aufeinandertreffen verschiedener Denk- und Seinsweisen ist also ein Grund der Sprachlosigkeit. Es gibt aber noch einen anderen: Eine Woche nach den Anschlägen in Paris reiste ich nach Berlin, um unser letztes Buch vorzustellen. Mich haben die Anschläge – wie viele von uns – bis ins Mark erschüttert. Was haben Commoners soviel Hass und Gewalt entgegenzusetzen? Nichts!?
Zudem wurde überall in den sozialen Netzwerken und auch in Berlin in den Farben der französischen ­Nation geflaggt. Wir wissen doch, dass diese nationalstaatliche Verfasstheit und Rationalität zu den Konflikten beiträgt, die Terror hervorrufen – das hat eine weitere Schere in meinem Kopf aufgemacht. Ich musste während des Vortrags um Worte ringen und habe ­immer ­gedacht: Gegen das, was dort passiert, sind wir machtlos. Wie stellen wir Zusammenhänge zwischen unserer täglichen Commons-Arbeit und den ­großen gesell­schaftlichen Fragen, wie der Klimafrage, der Migra­tionsfrage oder der Sicher­heitsfrage, her?
Johannes Heimrath Dieser Punkt bewegt mich seit Jahren. Ich frage mich in solchen Situationen: Wenn wir aufhören, unsere Arbeit in der gewohnten Form zu machen, geht dann die Menschenwelt noch schneller dem Abgrund entgegen? Das könnte eine Selbsthypnose sein. Ich will das in Zweifel stellen. Es könnte nämlich sein, dass wir viel wirkungsvoller werden, wenn wir uns getrauen, unsere Empathie mit all dem Schrecklichen in der Menschenwelt zuzulassen und klare Schritte aus diesem Terror-Nationalstaat-Sicherheitsverstärkungs-Globalhandel-Wahnsinn hinauszuwagen – wenn wir die Angst davor verlieren, es könnte schlimmer werden, wenn wir auch mal schweigen. In diesem Schweigen kann vielleicht eine größere Inspiration für das »Richtige« emergieren*.
SH Die Commons-Sommerschule, die wir inzwischen seit fünf Jahren auf einem Hof im thüringischen Bechstedt abhalten, ist für mich so ein Raum, in dem ich den ganzen Wahnsinn hinter mir lassen kann. Dieses Jahr waren wir eine bunte Truppe: Ein Ethiker war dabei, eine Soziologin, eine Ökonomin, ein Philosoph, alle möglichen Leute. Wir haben an Sprachfähigkeit gearbeitet und gemerkt, wenn du einen Begriff wie »Arbeit« verwendest, meint er in einer Commons-Perspektive etwas völlig anderes als in der Perspektive von lohnabhängiger Erwerbsarbeit. Es ist also Unsinn, dasselbe Wort zu verwenden. Wir müssen neue Wörter erfinden. Dazu gab es eine kreative Runde, die aber nicht so recht in Gang kommen wollte. Erst als wir die Forderung, es sollten sinnvolle Begriffe sein, loslassen konnten, kamen Feuer und Energie in die Runde. Manche der Fantasiewörter sind nur für den internen Prozess wichtig, um einmal ungewöhnliche Kombinationen und Betonungen zuzulassen. Andere sind sofort alltagstauglich, wie »gemeinstimmig«. Wenn ich sage: »Das haben wir gemeinstimmig entschieden«, wissen alle, dass es keine einstimmige Entscheidung war, dass aber trotzdem ein Einverstandensein gefunden worden ist. Es ist klar, dass sich diese Form des Entscheidens vom Mehrheitsprinzip abhebt. »Wie genau geht das, gemeinstimmig zu entscheiden?«, lässt sich dann fragen.
JH Vor ein paar Tagen haben wir ein großartiges neues Wort gelernt: Lassenskraft*. Mir war sofort klar, was für eine Qualität darin steckt: Wenn du die Kraft dazu hast, etwas loszulassen oder bleibenzulassen, musst du dich nicht dafür verteidigen, dass du das tust, du musst es nicht begründen, du hast die Energie, zu deinem Lassen zu stehen.
SH Das hört sich gut an! Diese Kraft brauche ich auch, zum Beispiel um Aufträge nicht mehr anzunehmen, wie kürzlich die Beratung einer Entwicklungsorganisation: Da suchte eine Sonderarbeitsgruppe nach neuen Ansätzen und hat mich eine Stunde lang am Telefon ausgefragt. Das war eine extraktivistische* Vorgehensweise. So etwas sollte ich nicht mehr tun. Es raubt mir zuviel Energie. So schnell es geht, möchte ich raus aus den diversen strukturellen Abhängigkeiten, so dass ich in Zukunft locker sagen kann: »Warum soll ich so ein Telefonat führen? Nein!«
Stattdessen möchte ich tun, was ich vor meinem inneren Auge so klar vor mir sehe: mich an die Formulierung und die Umsetzung von Commons-Prinzipien zu wagen. Wenn hingegen etwas von einer externen Logik geprägt ist oder von Geld, Macht und dem Wunsch nach Anerkennung, sollte ich es ablehnen. Lassenskraft lässt sich bestimmt trainieren.
jH Das kann ich auf die Situation von Oya übertragen. Auch wir werden von externen Logiken bestimmt. Mit der Form der Genossenschaft haben wir zwar eine gemeinschaftliche Wirtschaftsform gewählt – aber allein deswegen, weil es viele Miteigentümer der Firma gibt, entsteht noch lange keine echte Allmende. Unsere »Firma« setzt Oya als marktfähiges »Produkt« in die Welt, und ein kleiner Kreis von Menschen rackert sich dafür ab, dass es auch ein »wirtschaftlich erfolgreiches« Produkt wird.
SH Das ist doch eine gute Leitfrage für die Zukunft: Wie befreien wir Oya von ihrer Eigenschaft, »Produkt« für einen »Markt« zu sein, auf dem es sich gut verkaufen muss? Ihr habt so viele hoch mit dem Magazin identifizierte Leserinnen und Leser. Fragt sie doch: »Liebe Community, wie machen wir Oya wirklich zu einem Commons?« Vielleicht würde die Zeitschrift dann nicht mehr zuverlässig alle zwei Monate erscheinen, weil die Leserinnen und Leser in einem gemeinsamen Prozess, der vielleicht drei Monate dauert, etwas diskutieren. Vielleicht entstehen Oyas in Schreibwerkstätten, zum Beispiel auf der Commons-Sommerschule. Wenn etwas nicht mehr als marktgängiges Produkt gedacht wird, eröffnen sich plötzlich Tausende von Möglichkeiten. Das einzig Wichtige ist, dass solch ein Umgestaltungsprozess gemeinschaftlich – und bei Oya in besonderer Weise von den Leserinnen und Lesern – getragen wird. Es ist möglich, mit vielen Menschen in einen Beratungsprozess einzutreten und zu fragen: »Was ist eine Zeitschrift, die kein Produkt mehr ist?« So wie die Kartoffeln einer solidarischen Landwirtschaft nichts sind, was du kaufen kannst, sondern eine gemeinsame Ernte bedeuten, von der du deinen Anteil bekommst.

Zeitschriftenmachen nach dem Modell der solidarischen Landwirtschaft? Was könnte das heißen? Während unseres Telefongesprächs mit Silke vor dem Schnitterhaus schauen wir auf die verblühte Rose, die sich unter die Regenrinne gestreckt hat und über das Dach hinauswächst. Unmittelbar anschließend trifft sich eine Runde von sechs Mitgliedern des Oya-Redaktions- und -Produktionsteams gemeinsam mit Oya-Autorin Anja Humburg aus Lüneburg – bei einigen Heften unsere Nachrichtenredakteurin. Mit aller Lassenskraft erlauben wir einer Idee, uns ganz nahe zu kommen: Was könnte es bedeuten, wenn unsere Leserinnen und Leser nicht für ein Heft bezahlten, sondern einen Betrag ihrer Wahl in einen Topf täten, der einen Prozess ermöglichte, der »Oya« heißt? •••

 

Silke Helfrich (48) fördert international den ­Diskurs über das Paradigma der Commons. Sie ist Gründungsmitglied des Commons Institut e. V. und der Commons Strategies Group sowie Herausgeberin von »Commons. Für eine neue Politik jenseits von Markt und Staat« und »Die Welt der Commons. Muster ­gemeinsamen Handelns«. www.commons-institut.org

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