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Es lebe die Eisenzeit!

Nichts deutet darauf hin, dass Metall künftig maßvoll verwendet werden wird: Es ist höchste Zeit, unsere ­Beziehung zu diesem Stoff zu überdenken.von Anja Marwege, erschienen in Ausgabe #62/2020
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© Wikimedia Commons / DBachmann

In jedem Kilometer, den ich mit der Eisenbahn fahre, sind nicht nur 120 Tonnen Gleisstahl, sondern auch 25 Tonnen Kupferdrähte verbaut. Durch diese fließt der Strom, der die Lok antreibt. Noch nie wurde so viel Erz aus dem Leib der Erde herausgekratzt wie heute. Die jährliche Stahlproduktion beläuft sich aktuell auf knapp zwei Milliarden Tonnen weltweit – eine Verdoppelung in weniger als zwanzig Jahren. Warum also sollte die Eisenzeit vor rund 1500 Jahren aufgehört haben?

Wenn ich in den letzten Jahren Menschen begegnet bin, die mit Metall arbeiten, haben sie mich fast immer in ihren Bann gezogen. Bei Besuchen in ihren Werkstätten konnte ich sehen, wie sie aus Eisen, Gold oder Messing mit hoher Handwerkskunst Artefakte erschufen. Ein Ring aus wiederverwendetem Gold, Horn und Treibholz, eine geschmiedete Hirtenfigur oder ein mächtiger, von tausend wohlüberlegten und -gesetzten Schlägen gestimmter Gong – das sind nicht einfach irgendwelche Gegenstände, sie tragen sowohl das Innere ihrer Erschafferinnen als auch das Innere der Erde in sich und machen es sichtbar. Auch eine scharfe Messerklinge, die eine spiegelglatte Schnitzkante auf dem Holzstück hinterlässt, löst in mir Bewunderung aus. Gleichzeitig überkommt mich, solange ich denken kann, Ekel, sobald ich ein Geldstück anfasse. Metallischer Geruch an meinen Händen, etwa von Türklinken, lässt mich zu Wasser und Seife greifen. Diese ganz persönliche Beziehung zwischen mir und dem Metall nehme ich zum Ausgangspunkt, genauer zu erkunden, was da in mir und in der Welt vor sich geht, wenn Metalle im Spiel sind.

Gewaltsame Aneignungen

Das Ekelhafte und das Unheimliche, das dem Metall in meiner Wahrnehmung anhaftet, erkläre ich mir so: Mein Körper reagiert etwa auf land- und forstwirtschaftliche Maschinenkolosse, die in unbegreiflich kurzer Zeit das beziehungsarme Abtragen, Umgestalten und Abholzen ganzer Landstriche ermöglichen. Die Abscheu wird auch davon ausgelöst, dass ein Teil des Metalls für Waffen verwendet wurde und wird. 2019 hing ein Viertel aller Konflikte weltweit mit Erzen und anderen sogenannten Rohstoffen, besser gesagt: Schwundstoffen, zusammen. So heißt es jedenfalls im -aktuellen vom Heidelberger Institut für Internationale Konflikt-forschung herausgegebenen »Konfliktbarometer«. Staatsoberhäupter sichern sich mit geschickter »Rohstoffpolitik« Lizenzen zum Abbau von Manganknollen in der Tiefsee oder von Kobalt in der Arktis. Protest gegenüber den üblichen Metallabbaupraktiken wird dabei von Zigtausenden weltweit geübt. Im Dokumentarfilm »Flowers of Freedom« etwa geht es um eine von Frauen angestoßene Bewegung gegen eine Goldmine in Kirgistan.

»Bereits in der Frühzeit manifestierten sich der Zugang zu den Metallressourcen und die damit mögliche Beherrschung durch Technik als Garanten für politische und wirtschaftliche Macht«, schreibt der Münchener Physiker Werner Zittel über Kupfer, das älteste Gebrauchsmetall. Auch der Berliner Autor Fabian Scheidler beschreibt in seinem Buch »Das Ende der Megamaschine« wie der Beginn der Herausbildung des »militärisch-industriellen Komplexes« vor über 5000 Jahren im Zusammenhang mit der Herstellung von Kupfer, Bronze und Eisen stand. Stadtstaaten wie Uruk in der Nähe des Flusses Euphrat errichteten zur Beschaffung von Werkstoffen Kolonien in weiter entfernten Bergbauregionen und schufen die ersten ungleichen Handelsbeziehungen zwischen einem »hochentwickelten« Zentrum und »unterentwickelten« Peripherien. »Die Handelsrouten wiederum erfordern militärischen Schutz – ein selbstverstärkender Prozess, bei dem die Beschaffung von Rohstoffen immer mehr Waffen benötigt«, schreibt Scheidler. Im Römischen Reich wurden 25 Millionen Hektar Wald für die Rüstungsproduktion abgeholzt. Der Betrieb der zur Eisengewinnung erforderlichen Schmelzöfen hatte die Entwaldung des Mittelmeerraums zur Folge, der Schiffbau tat ein Übriges.

Aber nicht erst die Verarbeitung von Metall ist mit Gewalt und Landschaftszerstörung verbunden, sondern bereits das Schürfen. »Der Abbau von Erzen ist die Urform aller extraktiven Industrien. Bereits in der Antike wurden ganze Berge für den Abbau von Kupfer, Silber, Gold und Eisen abgetragen«, schreibt Scheidler weiter. Da überrascht es nicht, dass der Bergbau mit seinen unmenschlichen Arbeitsbedingungen und Landschaftsverwüstungen antike wie mittelalterliche Höllendarstellungen inspirierte – etwa die neun Kreise des Infernos aus der »Gött-lichen Komödie« des italienischen Dichters Dante -Alighieri aus dem 14. Jahrhundert. Seit dem 1. Jahrtausend v. u. Z. wurden in Mittel- und Nordeuropa ganze Landstriche auf der Suche nach Raseneisenstein entwaldet und blieben, sobald sie ausgebeutet und verwüstet waren, oft über Jahrhunderte unbesiedelt.

Geborenes Metall

Es wäre jedoch völlig ungerechtfertigt, Metall als Inbegriff von Gier, Herrschaft und Ausbeutung zu sehen. Die Geschichte der Metallnutzung durch den Menschen fängt nicht bei Rüstungen und Dolchen an, obwohl die Erzählung oft genau dort begonnen wird. Im Neolithikum, zu einer Zeit also, in der die Menschen sesshaft wurden, Ackerbau betrieben und das Zusammenleben vielerorts – wie bereits Jahrtausende zuvor – noch von matriarchalen Prinzipien geprägt war, begannen Menschen in Westasien um 8000 v. u. Z. Kupfer per Schmiedetechnik kalt zu bearbeiten. In einem weit aufgespannten Beziehungsnetz verbreitete sich die Kupfermetallurgie Jahrtausende lang in herrschaftsfreier Weise etwa im ungarischen Karpatenbecken, in der urbanen Vinča-Kultur im heutigen Serbien und im anatolischen Çatal Höyük. Über weite Strecken gelangten die metallischen Gegenstände an andere Orte. »Bemerkenswert ist, dass aus Kupfer, Silber und Gold lediglich Schmuck sowie Ritual- und Prestige-Gegenstände gefertigt wurden, die auch als begehrte Geschenke dienten«, schrieb die Matriarchatsforscherin Heide Göttner-Abendroth.

Bergbau und Metallurgie lagen zu jener Zeit im Tätigkeitsspektrum der Männer. Wie mythologische Figuren verschiedener Traditionen – etwa Hephaistos (griechisch), Seppo Ilmarinen (finnisch/samisch), Brokkr (nordisch), Wieland (germanisch), Goibniu (irisch) – zeigen, galten Schmiede immer auch als Magier, als Schamanen, als Schwellenhüter, als Tricksterfiguren, die zwar hohes Ansehen genossen und denen mit respektvoller Vorsicht begegnet wurde, aber keine politische Machtposition innehatten. In der Vorstellung dieser Gesellschaften war es die göttliche Erdmutter, die die Metalle aus ihrem Schoß schenkte. Daraus zog Heide Göttner-Abenroth den Schluss, dass die Kupferverarbeitung »keine neue Wirtschaftsweise und Sozialordnung« auslöste. »Dinge aus Kupfer stellen lediglich ein neues Luxusgut dar, das über die Kommunikationsnetze weitergereicht wurde.« Für die Menschen, die in Gesellschaften eingebettet waren, denen die Erde als Ausdruck der Großen Göttin galt, war Metall zugleich etwas Stofflich-Materielles (von lateinisch mater, »Mutter«) und etwas Heiliges. Dies ist eine völlig andere Erzählung als die übliche, besagt sie doch, dass die aus dem Mütterlichen hervorgehende Lebensweise durch die Nutzung von Metall nicht automatisch eine patriarchale Schlagseite erhielt.

Wachsende Illusion 

Heute gibt es keinerlei Anzeichen dafür, dass Metall in abseh-barer Zeit maßvoll und beziehungshaft genutzt werden wird. Der Lüneburger Geograf und Journalist Jonathan Happ, der die kriegerischen Konflikte um den Abbau seltener Erden in der Republik Kongo untersucht, zieht einen düsteren Schluss aus bisherigen Versuchen, etwas am gängigen ausbeutenden Metallabbau zu ändern: »Es gibt eine Handvoll Minen weltweit, die als fair und umweltverträglich zertifiziert sind. Bei allen gibt es trotzdem große Herausforderungen hinsichtlich der Abbauweisen, der Nachweisbarkeit oder der Finanzierung. Sichere -Arbeitsbedingungen und faire Löhne im Goldabbau zu implementieren, frei von Kinderarbeit und mit möglichst geringen Umweltauswirkungen – das funktioniert auch dort kaum«. Die Hoffnungen auf konfliktfrei verfügbares Metall erscheinen in diesem Licht als müder Ausbesserungsversuch – denn an den Macht- und Herrschaftsverhältnissen sowie an den Eigentums- und Entscheidungsstrukturen ändert sich nichts.

Maßvoll Metall nutzen, aber wie? 

Unser Alltag ist durchzogen von metallischen Gegenständen. Kaum eine Tätigkeit gelingt heute ohne die Beteiligung eines Metalls. Mal unmittelbar, mal versteckt durchdringen Kupfer, Eisen, Chrom, Nickel, Zink, Aluminium, Platin, Neodym und andere das Leben: Ein Marmeladenglas mit Schraubdeckel, das Radio, eine Schubkarre, Katalysatoren, der E-Bike-Akku, Zäune, das Straßenschild oder der Rumpf und die Fracht eines Containerschiffs. Die Erde besteht ungefähr zu 30 Prozent aus Eisenerzen. In unserem Körper ist Eisen ein unverzichtbarer Bestandteil. Ist es nicht seltsam, dass Eisen und andere Metalle angesichts ihrer natürlichen Allgegenwärtigkeit für uns Menschen heute manchmal so fremd erscheinen, als wären sie vom Himmel gefallen?

Selbst eine künftige Postkollaps-Gesellschaft wird nicht ganz ohne Metall auskommen. Sie hätte die Menge der durch Menschen verwendeten Metalle zwar gehörig reduziert, aber immer noch würden stark technisierte Industrien Metall in Hochöfen energieintensiv verhütten oder recyceln, denn heute liegt kein Rasenerzstein mehr herum, der sich einfach einsammeln und mit relativ geringem Aufwand bearbeiten ließe. Menschen würden für eine gewisse Menge Postkollaps-Stahl auch dann noch unter Tage kriechen und Erze unter Einsatz ihres Lebens aus dreckigen Stollen bergen. Wie können wir Menschen uns also auf andere, lebensdienliche Weise mit den metallischen Bausteinen des Erdkörpers verbinden? Können wir uns hier und heute dem Metall auf mütterliche Weise zuwenden? Unter welchen Bedingungen und für welche Zwecke wäre es legitim, der Erde Erz zu entnehmen (oder auch das »Blut der Erde« in Verbrennungsmotoren zu verheizen, ihre Wasservorräte oder überhaupt irgendetwas aus der Erde herauszuholen und für das menschliche Streben zu manipulieren, zu instrumentalisieren und zu funktionalisieren)? 

Auf der Suche nach Goldquellen blitzen für Anna Römer und Hannes Brötz, die die Tübinger Goldschmiede »Grüngold« betreiben, in den Anden-Hochebenen Eindrücke matriarchaler Lebens-weisen auf: »Bei unserem Besuch in Argentinien waren wir beeindruckt davon, dass die Menschen neben den Strukturen der staatlichen ›Demokratie‹ ihre Entscheidungen in den Dorfgemeinschaften im Konsens treffen und alle Bewohnerinnen und Bewohner daran beteiligt sind. Die Beratungen dauern -manchmal mehrere Tage. Das Land gehört dort dem Dorf und keiner Einzelperson. Die Häuser gehören den Frauen. Das Goldschürfen ist Männerarbeit.« Mit Gold verhält es sich anders als etwa mit Eisen, denn Gold kommt als gediegenes Metall vor – das heißt, es kommt natürlicherweise in Reinform vor, während Eisen hauptsächlich gebunden an andere Stoffe vorliegt und erst aufwendig davon getrennt werden muss. Gold kann im Wesentlichen ohne Qualitätsverluste immer weiterverwendet werden, während zu Rost gewordener Stahl für immer für diesen Einsatz verloren ist.

Die Augsburger Ethnologin Katrin Vogel beschrieb vor wenigen Jahren eine mutmachende Initiative aus der Provinz Daniel Camps in Bolivien, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, ein Lithiumvorkommen zu hüten. Etwa zehn Frauen und Männer, die in einem Dorf am Rand des Salzsees Salar de Uyini leben und den Nachfahren des Volks der Aymara angehören, hatten sich im Jahr 2010 zu einem Gründungskomitee für eine »Universidad Boliviana de Litio« – eine ortsgebundene, bürgereigene Universität – zusammengeschlossen. »Der Salar als lebendige, nicht-menschliche Entität ist Teil der Pachamama«, schreibt Katrin Vogel über die Kosmovision des Andenvolks. Der See und das Lithium sind gleichbedeutend mit der Leben stiftenden Erdmutter. Was wäre naheliegender, als dass die mit ihm verbundenen Menschen die Verantwortung für ihn tragen? Sie hätten entscheiden können, das Lithium dort zu lassen, wo es ist, und es nicht in aufwendigen Trocknungsverfahren zu extrahieren und der Elektromobilitätsindustrie zukommen zu lassen. Die Initiative wurde von einem breiten Bündnis getragen, Bürgermeister und Gemeinderäte standen dahinter, die Absicht war mit einem alten Aymara-Ritual besiegelt. Damit waren das Wissen und die Zustimmung der »Yatiri« genannten Ältesten eingeholt. Heute ist klar, dass die Lithiumuniversität gescheitert ist; der Lithium-Abbau bleibt dort eine Geschichte des Extraktivismus – reiner »Rohstoffexport«. Nicht das Lithium ist hier relevant, sondern die Erkenntnis, das der Stoff nach dem Abbau eine zentrale Bedeutung an einem anderen, einem fremden Ort erhält – für Menschen, die weder zum Stoff noch zu seinem Ort eine Beziehung pflegen. Wenn der Ort das Wesentliche wäre, dann hieße das: Ohne eine Beziehung zur Abbaustätte des Schraubdeckels, kein Schraubglas. Ohne konkrete Vorstellung vom Zyanid-Becken des Kupferrecyclings, kein Stromkabel.

Ich Metall – eine Fantasiereise

Eine andere Geschichte des Metalls ist allerdings derzeit nicht in Sicht. Ich beginne, mir selbst Fragen zu stellen: Wie könnte ich eine Beziehung zu der Landschaft pflegen, in der das Erz abgebaut wird, sowie zu den Menschen, durch die das geschieht? Welche Beziehung besteht zwischen dem Metall und der Landschaft, die dieses seit Jahrmillionen geborgen hält, und die sich in einem Prozess wechselseitiger Durchdringung gegenseitig geformt und herausgebildet haben? Unter welchen Umständen kann ich eine Waffe verwenden, deren Erz aus dem Schoß der Erdmutter geboren wurde? Was, wenn über Metallangelegenheiten, ob Abbau oder Verwendung, konsequent im Konsens entschieden würde?

Als Bewohnerin der norddeutschen Tiefebene werde ich auch in Zukunft darauf angewiesen sein, durch andere Menschen und Landschaften mit Eisen versorgt zu werden. Ich stelle mir vor, die Bewohnerin eines Dorfs zu besuchen, das in eine Hügellandschaft eingebettet ist, die ein reiches Vorkommen an Eisenerzen birgt. Das Erz ist eine Allmende, alle Menschen dieses Landstrichs tragen Verantwortung dafür, dass diese Lebensquelle gehütet wird. Das Erz wird nach gemeinsam festgelegten und immer wieder überprüften Regeln geschürft und verhüttet. Die harte Arbeit verrichten diejenigen, die die Kraft dazu haben – nicht ihr Leben lang, aber während einer Phase ihres Lebens. Die von mir besuchte Frau ist Teil eines Frauenrats, der alle Bewohnenden im Blick hat und sensibel für Konflikte ist; sie suchen das Gespräch, wenn es Unstimmigkeiten gibt, und organisieren die Reise der Eisen-erze. Entscheidungen über die Menge und Organisation des Abbaus trifft der Ältestenrat, er fragt Mutter Erde, wie viel sie geben kann. Die Prämisse ist, die unmittelbaren Beziehungen und die zu fernen Regionen der Erde zu pflegen. Solche Räte gibt es überall dort, wo Eisen im Spiel ist, auch bei mir. Weil uns Menschen nach unserer langen, blutigen Geschichte bewusst ist, wie gefährlich aus diesem Werkstoff gefertigte Waffen sind, löst jede Tätigkeit und jede Berührung eines Gegenstands aus Eisen eine demütige Verneigung in uns aus; einige verehren an besonderen Plätzen eine Metall-Göttin, die sie an Vergebung, Sparsamkeit, Verbundenheit und Gemeinsamkeit gemahnt. Es gibt auch ein jährliches Fest, das dem Eisen gewidmet ist. Dabei erinnern wir uns an unsere eigene Verletzlichkeit, an unsere Sterblichkeit, an unsere Vergänglichkeit – und feiern jede Kostbarkeit des Lebens!

Einen Dienst an der Gemeinschaft zu leisten, für ein, zwei, fünf Jahre des Lebens an diese Quellen zu fahren und Erze zu schürfen, lautet die politische Verantwortung aller Eisennutzenden. In dieser Haltung kann ich den Kochtopf im Abwasch wertschätzen, kann ich mich von der Batterie in meinem Hörgerät zu Tränen rühren lassen. Ich stelle dabei fest: Ich bin das Eisen! Es ist nicht nur ein Spurenelement in den Blutbahnen meines Körpers, ich selbst bin der Topf, die Messerklinge, das Automaten-gehäuse, das den Chip der EC-Karte ausliest. //


Mehr Metall

www.hiik.de/konfliktbarometer

Heide Göttner-Abendroth: Geschichte matriarchaler Gesellschaften und Entstehung des Patriarchats, Kohlhammer, 2019

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