enkeltauglich leben
Titelthema

Was wir wirklich, wirklich wollen

Einst brachte Lara Mallien Oya mit in die Welt, heute hütet sie den Lernort Klein Jasedow. Im Gespräch mit Luisa Kleine erzählt sie vom Streben nach Sinn sowie von ihren Erfahrungen mit Beheimatung und dem Sich-verwandt-Machen.von Lara Mallien, Luisa Kleine, erschienen in Ausgabe #71/2022
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© Annett Melzer

Luisa Kleine  Annett Melzer, die Fotografin dieser Ausgabe, hat dich als Skipperin auf deinem Schiff porträtiert. Was bedeutet der Segelkutter »Stine« für dich?

Lara Mallien  Das Schiff hat eine abenteuerliche Geschichte: Die Stine war ursprünglich ein Lachs-Kutter, 1912 auf Bornholm im Auftrag von Fischern aus Rügenwaldermünde gebaut. Im Zweiten Weltkrieg flüchteten diese damit vor der Roten Armee nach Hamburg, wo sie dann als Krabbenfischer fuhr. Früher hieß sie »Iduna«, Göttin des Meeres. Sie kommt in den Williwitt-Geschichten des Kinderbuchautors Boy Lornsen, dem das Schiff in den 1960er Jahren gehörte, als »Dicke Lisbeth« vor. Dann wurde sie nach meiner Mutter Christine »Stine« getauft. Als ich 15 war, kaufte mein Großvater sie von Lornsen, der mit meiner Oma zur Schule gegangen war. Sein Leben lang wollte mein Großvater Kapitän werden. Mit 15 ist er von Zuhause weggelaufen und heuerte auf der »Prival« an, einem der letzten Frachtschiffe ohne Motor. Nach Kriegsgefangenschaft und Familiengründung hat er seinen Traum aber nie verwirklicht, sondern ist Lehrer geworden.

Jeden Sommer bin ich mit meinem Bruder auf der Stine gesegelt. Wir wohnten damals in Bayern, und dieses Schiff war für mich ein Sehnsuchtsort. Ich wollte am liebsten die ganzen Sommerferien über auf dem Wasser sein: einfach segeln, eine Insel erkunden, an der Steilküste Steine und Muscheln sammeln. Ich war auch in Bayern glücklich, hatte aber immer wieder Heimweh nach der Ostsee und der Stine.

Meinem Bruder erzählte ich in Gute-Nacht-Geschichten oft von einem Dorf an der Küste, wo wir später einmal wohnen würden. Mit meiner Heimat Klein Jasedow und dem nahegelegenen Hafenstädtchen Lassan hat sich das tatsächlich verwirklicht!

Bevor mein Großvater starb, fuhr er die Stine mit letzter Kraft aus der Flensburger Förde nach Lassan. Zuerst kümmerte sich mein Bruder um das Schiff und merkte bald, dass er das Seefahren zu seinem Beruf machen wollte. Also planten wir, die Stine zu verkaufen, um ein größeres Seminarschiff anzuschaffen. Als der Käufer die zweite Rate nicht zahlen konnte, holten wir das Schiff wieder zu uns. Da lag die Stine also wieder im Lassaner Hafen und hat mich so sehr angelacht, dass ich beschloss, sie selbst zu hüten. Anfangs war es schwierig, aber mehr und mehr habe ich gelernt, mich um so ein Holzschiff zu kümmern – das ist für mich ähnlich sinnhaft, wie einen Acker gut zu bestellen.

LK  Wie ist es für dich, auf der Stine unterwegs zu sein?

LM  Auf dem Wasser zu sein ist für mich eine Wildniserfahrung. Im Meer liegen zwar auch Kabel, Bomben und giftiger Schlamm, aber diese wilde Wasseroberfläche ist, was sie ist. Hier spielen Wind und Wasser und lassen sich von niemandem etwas sagen. Als Mensch das Handwerk zu kennen, sich auf dieser Wasseroberfläche allein mit der Kraft des Windes zu bewegen, ja fast zu fliegen, das begeistert mich! Die Meere haben ihr eigenes Wesen: Die Ostsee fühlt sich anders als die Nordsee oder der Atlantik an; und die Ostsee ist mir besonders nah. Ich fühle mich ganz anders beheimatet, wenn ich das Land, auf dem ich lebe, vom Wasser aus sehe. Es tut gut, hinauszufahren, die Achterbahn des Landlebens hinter mir zu lassen und alles vom Wasser aus zu betrachten.

LK  Was bedeutet für dich Familie?

LM  Die kurze Phase als Kind, in der wir als Kleinfamilien lebten, war die schrecklichste meines Lebens. Ich wurde in Hamburg geboren und habe meine ersten drei Jahre im großen Haus mit Garten meiner Großeltern mütterlicherseits verbracht. Das war für mich ein spürbar sinnhafter Lebenszusammenhang, auch wenn ich mich daran nur vage erinnere: das alte Haus, meine Urgroßtante, meine Großeltern, meine Eltern und die anderen Großeltern oft zu Besuch. Aber dann bekam mein Vater eine Stelle als Flötist bei der Bayerischen Staatsoper. Wir landeten in einem Vorort von München im Reihenhaus. Dort hatte ich oft Albträume und fühlte mich verloren, obwohl ich bei meinen Eltern ganz geborgen war. Erst als diese ein anderes Musikerpaar kennenlernten und die vier Erwachsenen bald darauf den Wunsch hatten, auf dem Land zusammenzuleben, war die Welt für mich wieder in Ordnung.

So war ich als Kind Teil der Findung einer Wahlfamilie. 1977 – da war ich vier Jahre alt – zogen wir an einen abgelegenen oberbayerischen Weiler namens Sägmühle, in ein ehemaliges Bauernhaus in einem Tal mit nur drei Häusern, drumherum waren Wälder und Hügel, Moore und Seen. Im folgenden Jahr kam mein Bruder zur Welt, drei Jahre darauf meine Schwester.

Familie war für mich immer mehr als Vater, Mutter, Kind. Als Kind habe ich wahrgenommen, dass die vier Erwachsenen in meiner Familie einen tiefen Sinn darin spürten, miteinander durchs Leben zu gehen, und dass darin etwas lag, das über sie selbst hinausreichte. Da war ein besonderer Klang, der durch diese Menschen – so sie denn zusammenhielten – in die Welt kommen konnte. Das gab mir ein Gefühl von Sinnhaftigkeit und Geborgenheit. Familie bedeutet für mich deshalb, eine gemeinsame Vision zu teilen und zu erspüren, was dieser Lebenszusammenhang der Welt wohl schenken kann.

Seit wir nach Sägmühle gezogen waren, bewohnte ich nicht nur ein Haus, sondern auch eine Landschaft. In diesem Tal hatten irgendwann alle besonderen Plätze einen Namen von mir bekommen. Am schönsten fand ich es, wenn wir Kräuter, Beeren oder Pilze sammeln gingen, kaum etwas anderes gab mir ein so starkes Gefühl von Beheimatung. Dieses Tal und alle seine Lebewesen waren auch Teil meiner Familie.

LK  Wie war es, als du mit 16 von dort weggegangen bist?

LM  Damals, 1988, ging mir der Leistungsdruck im bayerischen Gymnasium an den Lebensnerv, und ich wollte nur noch weg. So ging ich für ein Jahr auf ein Internat in Südengland, in das von Jiddu Krishnamurti gegründete »Brockwood Park Educational Centre«, eine der wenigen internationalen Schulen, die der indische Philosoph gegründet hatte. Diese Schulen sollten Gemeinschaften aus voneinander lernenden Menschen sein, in denen das Aufblühen der jeweils Einzelnen im Mittelpunkt steht.

Das Schulgebäude war ein typisch südenglisches Herrenhaus mit großem Garten, wo alle nach dem Aufstehen erst einmal eine Stunde lang Subsistenzarbeit machten. Dadurch entstand etwas unglaublich Verbindendes! Es war keine Anstalt, sondern ein Ort, an dem man zusammenlebte. Weil ich nicht auf einen Abschluss hinarbeitete, konnte ich meine Kurse frei wählen. Mein Stundenplan war voll mit Musik, Kunst, Tanz und Gartenbau; Mathematik und Naturwissenschaften spielten nur eine Nebenrolle. Dort habe ich zum ersten Mal freies Lernen erlebt. Die Leute, die uns unterrichteten, waren keine Fremden, sondern wir lebten gemeinsam in dem großen Haus, spielten miteinander Fußball und jäteten zusammen die Beete. Ich traf dort inspirierende Menschen aus der ganzen Welt, so zum Beispiel Suprabha Seshan. Sie gründete später ein großes Regenwald-Wiederaufforstungsprojekt in den Western Ghats im Südwesten Indiens, das »Gurucula Botanical Sanctuary« (siehe Ausgabe 40). Ich dachte damals: »So will ich sein!« Sie hatte so viel Energie. Sobald sie einen Raum betrat, wurde es heller. Als eine der jüngsten an der Schule fühlte ich mich bei ihr immer geborgen.

Das Internat war aber kein Ort, an dem ich bleiben wollte, weil auch dort das Leben aufgrund staatlicher Bestimmungen nicht konsequent frei sein konnte. Zu Hause in Bayern waren Menschen, die sich ganz konsequent mit Selbstbestimmung auseinandersetzten. Während ich in England war, begann dort im Zusammenhang mit der Schulverweigerung meines jüngeren Bruders ein radikal freies Lernprojekt für Kinder im Grundschulalter: die »Familienschule« (siehe Seite 62). Also bin ich nach einem knappen Jahr wieder zurück nach Hause gegangen. Weiter zur Schule zu gehen fiel mir nun nicht mehr schwer, aber ich brach kurz vor dem Abitur ab, weil mir bewusst wurde, dass ich nicht studieren wollte – ich wollte anfangen, etwas zu tun!

LK  Womit hast du angefangen?

LM  Um meine Familie war damals ein umfangreiches Projekt gewachsen, zu dem auch einige Unternehmen mit gemeinsamer Ökonomie gehörten; damals gab es auch schon die Vorgängerin von Oya, die Zeitschrift »KursKontakte«. 1992 ging unser Buchhalter weg, und ich sagte: »Dann übernehme ich das.« Ich wollte Verantwortung für etwas Sinnvolles tragen und ging mit 19 in die Geschäftsführung unserer Firma »Pars pro Toto«, unter deren Dach die meisten Projekte verwaltet wurden.

Ich hatte das Gefühl, dass durch den Impuls meiner Ursprungsfamilie etwas in die Welt kam, das mit dem, was ich wirklich, wirklich wollte, völlig übereinstimmte. Diese Übereinstimmung habe ich in der bürgerlichen Welt, die ich durch die Schule kennenlernte, und auch in befreundeten alternativen Projekten nicht wahrgenommen.

Dann begann eine große Dynamik: Ein befreundeter Software-Entwickler aus der Schweiz sagte zu uns: »Für alles, was ihr verwirklichen wollt, braucht ihr Geld. Lasst uns doch eine Software schreiben und damit richtig Geld verdienen!« Wir beschlossen, diesem Ruf zu folgen, und zogen in die Westschweiz. Anfang der 1990er Jahre hatten Computer – bis auf die wenigen Apple-Rechner – noch keine grafische Oberfläche, es gab nur einen Bildschirm, über den Reihen von Ziffern gelaufen sind. Damals warst du noch gar nicht geboren, Luisa! Wir haben einer Berner Firma dazu verholfen, ihre erste Windows-Software zu schreiben. Ihre Entwickler schafften das nicht selbst. Wir schlossen uns zu dritt für zwei Wochen ein und entwickelten die Software – das war wie ein Rausch! Ich schrieb die Bedienungsanleitung. Wir dachten kurz, wir könnten gemeinsam alles schaffen. Aber am Ende gestaltete sich die Geschichte alles andere als einfach. Ich habe dabei zwar unglaublich viel gelernt, vor allem auch Schreiben, aber gleichzeitig war es eine gründliche Lektion: Mache nie ein Mittel zum Zweck! Es hat uns alle aufgefressen und führte zu großen Spannungen und Konflikten. 1996 flog dann alles auseinander. Also brachen wir – die Gemeinschaft aus den beiden Musikerfamilien und ein paar wahlverwandten Menschen – unser Zelte ab und zogen ins ostvorpommersche Dorf Klein Jasedow.

Zur gleichen Zeit kehrten mein Bruder und seine Freunde von einer großen Reise – auf der Suche nach einem Ort für eine Friedensgemeinschaft – zurück. Diese jungen Leute waren nach dem Zusammenbruch in der Schweiz plötzlich da. Da tauchte Klein Jasedow am Horizont auf und bot viele Entfaltungsmöglichkeiten für alle Generationen. Es war klar, dass wir den Aufbau des halbverfallenen Dorfs nur gemeinsam schaffen würden.

LK  Wenn ich dir so lausche, dann scheint mir, als hättest du in deinem Leben ziemlich klare Impulse gehabt. An vielen Stellen warst du auch eine Visionärin, oder?

LM  Ich hatte immer den Wunsch, eine Vision, die kollektiv entsteht, auf die Erde zu bringen – käme aber nicht im Traum auf die Idee, alleine etwas auszubrüten, weil mein Leben für mich allein gar keinen Sinn ergibt. Ich möchte gemeinsam mit Menschen, die miteinander in Resonanz sind, etwas in die Welt bringen.

Das war auch bei Oya so. Als wir das Projekt planten, war das starke Visionsfeld, das zwischen Matthias Fersterer, Johannes Heimrath, Marlena Sang und all den anderen Mitwirkenden erzeugt wurde, das, was mich getragen hat. Aber tatsächlich war Oya etwas, das mehr als jedes andere Projekt aus meinem persönlichen Impuls heraus entstanden ist. Als Johannes sich Ende der Nullerjahre beim »Club of Budapest« engagierte (siehe Seite 86), gab es einen bereits weit entwickelten Projektplan für eine kulturkreative Zeitschrift in Hunderttausenderauflage. Als die Finanzierung mit der Finanzkrise 2008 geplatzt war, saß Johannes am Schreibtisch und sagte, sein Kopf sei ganz leer, er wüsste nicht weiter. Da stand vor meinen Augen ein Zeitschriftenprojekt, das wir aus eigener Kraft in die Welt bringen konnten, etwas Überschaubares, Genossenschaftliches. Also verabschiedeten wir uns von allem, was uns daran hinderte, das zu publizieren, was wir wirklich, wirklich wollten.

Obwohl ich die redaktionellen Fäden in der Hand hielt, wollte ich nie im Vordergrund stehen. Anfangs habe ich wenige Texte selbst geschrieben, sondern eher Schreibende begleitet. Oya war für mich vor allem ein Werkzeug, um die Welt besser zu verstehen. Bei Ausgabe 1 zu Commoning schnappten wir uns Silke Helfrich als Lehrmeisterin. Wir waren entzündet von diesem damals neuen Begriff. In der Öffentlichkeit wurde eher -Johannes wahrgenommen. Ich bin keine, die gern vor Leuten redet, sondern eher eine, die viele Verbindungen zu Menschen, die etwas beitragen, knüpfen will.

LK  Wie geht es dir jetzt mit deiner neuen Rolle?

LM  Viele Jahre meines Lebens war ich immerzu damit beschäftigt, eine neue Ausgabe zu konzipieren und Artikel zu lektorieren oder zu schreiben. Das war mein Alltag. Ich musste jeden Tag etwas voranbringen: den Kontakt zu Schreibenden halten oder Menschen, die mich interessierten, erreichen. Das war noch extremer in der Zeit, bevor wir 2016 begannen, als größerer Redaktionskreis zusammenzuwirken. Ich war die Spinne im Netz, das war damals meine Art zu sein. In meinem Kopf waren viele Fäden, die ins ganze Land gingen. Ständig spürte ich dort hinein: Wo passiert gerade was? Wer hat etwas zu sagen? Wer empfiehlt mir welchen Kontakt? Silke und die Menschen, die jetzt in unserem Rat sind, haben mir zum Beispiel viele Kontakte zugespielt.

LK  Wie war es, damit aufzuhören?

LM  In der Schwangerschaft und nach dem Wochenbett war es gut, eine Pause machen zu können. Als dann die beiden Matriarchats-Ausgaben kamen und mein Sohn schon neun Monate alt war, konnte ich nicht widerstehen, wieder einzusteigen. Ich war überrascht, wie gut das ging. Dann bin ich durch den »Sommer des guten Lebens« 2021 in eine Situation geraten, in der mir klar geworden ist, dass ich die Fäden, die da aus meinem Kopf ins ganze Land hinausgehen, loslassen musste, um wieder zu mir zu kommen. Es war, als hätte ich mich leergeschrieben. Jetzt fühlt es sich gut an, mich auf mein zu Hause, den Lernort Klein Jasedow, zu fokussieren – auf all die komplexen Prozesse auf dem Weg, eine gute Commonie zu werden und damit ein Dorf, in dem Menschen gut aufwachsen und alt werden können. Ich bin immer noch damit beschäftigt, zu einem gesunden Lebensfluss mit den Dingen, um die es sich hier zu kümmern gilt, zu finden.

In unserem Zusammenhang entsteht hier so etwas wie der Anfang eines bäuerlichen Lebens. Es ist gut, mit den Lebewesen unmittelbar um mich herum in Verbindung zu sein, anstatt ständig mental mit allen Zeitgeist-Strömungen Kontakt aufnehmen zu wollen. Dennoch will ich auch die Verbindungen zu anderen Orten, wie eurer Fuchsmühlen-Gemeinschaft, pflegen. Ich habe das Gefühl, wenn wir auf gute Weise unsere Lernorte hüten und anfangen, uns darüber auszutauschen, dann kann allein daraus etwas entstehen, das sinnvoll ist. Ich möchte erst einmal in Lebenspraxis und nicht in Artikelformaten denken.

Unser »Lernort Subsistenz« ist gerade in einer sensiblen Findungsphase – und bei Oya entsteht auch eine neue Dynamik. Diese beiden Entwicklungen werden sich verbinden, da bin ich mir ganz sicher. 

LK  Ich danke dir für das Gespräch, Lara! //


Zum Bild: An Deck der »Stine«, dem über hundert Jahre alten Segelkutter, den Lara Mallien (49) seit bald zwei Jahrzehnten hütet, wurden unzählige Ideen für Oya-Artikel geboren. Manche Eingebungen kamen Lara allein beim Entrosten oder Lackieren, andere im Zwiegespräch beim Schleifen der Planken. Wegweisende Gedanken entstanden beim Auf- oder Abtakeln oder bei gemeinsamen Törns von Redaktionsmitgliedern und Gästen auf Peenestrom und Achterwasser – mal bei sommerlichem Abendlicht, mal bei herbstlich starker Brise mit der halben Redaktion, dichtgedrängt unter Deck. Heute baut Lara den »Lernort Subsistenz« auf und erprobt enkeltaugliche Lebensweisen im Alltag. Auch dabei ist die Stine für sie ein »Ort größter Geborgenheit«.

stiftung-zukunftswerk.de


Boy Lornsen: Wasser, Wind und Williwitt, Arena, 1983.

Lara Mallien, Matthias Fersterer und Johannes Heimrath (Hrsg.): Learning Communities in Rural Europe. A Handbook, Klein Jasedow, 2017. (kostenloser Download: learning-communities.eu)

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