Gut leben und sterben
Eine Lehrgeschichte der Cree erzählt vom Weg über die vier Berge des Lebens und verrät, warum die Lebensweisen in modernen Gesellschaften immerzu auf Krieg ausgerichtet sind. Ein Auszug aus dem Buch »Hospicing Modernity«.

Es ist kurz vor Mitternacht, als wir die letzten Boote falten. Auf ein weißes Blatt Papier haben wir am Silvesterabend in der Gemeinschaftsküche unsere Wünsche fürs neue Jahr geschrieben und im Kerzenschein zu Dutzenden kleinen Schi!chen gefaltet. Der Lebensund Projektort GutAlaune liegt bei Halle. Es sind nur wenige Minuten Spaziergang vom Gemeinschaftshaus auf dem Hügel hinunter zur Saale, die unsere Wünsche aufnehmen und ins Jahr 2024 tragen wird.
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Für das Jahr 2024 hatten wir uns also vorgenommen, mit einer neuen, realistischen Brille auf die Welt zu gucken. Als Teil eines kleinen Teams, angedockt an die Leibniz Universität und die Hochschule Hannover, hatten wir Zeit, die Potentiale unbeschönigter Klimakommunikation auszuloten. Also: Kann Klimakommunikation auf eine Art irritieren, erschrecken, ja schockieren, die deutlich macht, was auf dem Spiel steht? Dabei ging es nicht um die Frage, ob es zum Kollaps kommt, wann und wie, sondern wie die Gefahr als solche tiefere Entschlossenheit wecken kann zu tun, was uns wirklich wichtig ist …
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Eine Lehrgeschichte der Cree erzählt vom Weg über die vier Berge des Lebens und verrät, warum die Lebensweisen in modernen Gesellschaften immerzu auf Krieg ausgerichtet sind. Ein Auszug aus dem Buch »Hospicing Modernity«.

Die Bauernrevolution von 1525 jährt sich gerade zum 500. Mal. Sie war der größte Aufstand gegen die Einhegung der Allmenden in der europäischen Geschichte – und wurde blutig niedergeschlagen. Was lässt sich heute aus dem Streben nach »freiheyt« und Gemeinheit, der Verbundenheit mit dem Land und dem Scheitern der Bauernschaft lernen?

Gemeinsam mit Oya-Rat Michael Succow verbrachten Andrea Vetter und Matthias Fersterer aus der Oya-Redaktion Mittagsstunden auf einem Hügel bei Wriezen in Ostbrandenburg. Dabei erzählte Michael von seinem Herzensprojekt, am Rand des Oderbruchs eine Weidelandschaft zu schaffen – und von der Notwendigkeit, auf die Erderhitzung mit angepassten Energiekonzepten und Wirtschaftsformen zu reagieren.