Die Zwölf Artikel von 1525 – im Dialog mit Mustern des Commoning
Frei, fair und zeitlos: Von Patina befreit, erzählen die Forderungen der Bauernschaft heute noch Wesentliches zu den Bedingungen des Gemeinschaffens.

Seit der niedersächsischen Kommunalwahl 2021 bin ich als eines von elf Mitgliedern Teil des örtlichen Gemeinderats. Es ist das erste Mal, dass ich in einem Gremium der repräsentativen Demokratie sitze. Statt mich einer Partei anzuschließen, gründete ich gemeinsam mit anderen die Wählergruppe »Dörferliste Reinstorf«; wir stellten eine Hand voll Kandidierende auf, von denen zwei prompt gewählt wurden. Auch andere gewählte Ratsleute kandidierten parteilos. Durch die Wählergruppe wurde eine langfristige Struktur geschaffen, die über eine einzelne Wahl oder die Motivation einer Einzelperson hinausreicht. Die Wählergruppe trat ohne Programm an. Stattdessen stellte sich jede kandidierende Person mit ein paar Schlaglichtern aus der eigenen Biografie in einem Flyer vor, der an alle Haushalte der Gemeinde verteilt wurde. Ich machte das Muster des Commoning »Konflikte beziehungswahrend lösen« zu meinem Motto für die Ratsarbeit …
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Frei, fair und zeitlos: Von Patina befreit, erzählen die Forderungen der Bauernschaft heute noch Wesentliches zu den Bedingungen des Gemeinschaffens.

Was erwartet euch im Oya-Almanach 2025? Das Inhaltsverzeichnis gibt einen Überblick über 256 Seiten, die sich vielfältigen Facetten des Themas »scheitern« widmen und das guten Leben im umfassenden Sinn feiern.

Angesichts kollabierender Systeme reicht das Gemeinschaffen in kleinen Nischen nicht mehr aus, meint der italienische Commonsforscher Massimo De Angelis. Stattdessen sollten commonische Infrastrukturen, die quer zur kapitalistischen Verwertungslogik stehen, aufgebaut werden – nur wie?