Almanach

Gemeinderat Selbermachen

Gemeinderäte sind eine wunderbare Möglichkeit, zusammen Naheliegendes zu tun. Es geht dort um die unmittelbaren Belange des Orts, an dem ich lebe: eine Straßensanierung, die Spielplatzinstandhaltung und alles, was nicht zwingend durch die höheren verwaltungspolitischen Ebenen entschieden werden muss.von Anja Marwege, erschienen in Almanach 2025
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© Marion Brohm

Seit der niedersächsischen Kommunalwahl 2021 bin ich als eines von elf Mitgliedern Teil des örtlichen Gemeinderats. Es ist das erste Mal, dass ich in einem Gremium der repräsentativen Demokratie sitze. Statt mich einer Partei anzuschließen, gründete ich gemeinsam mit anderen die Wählergruppe »Dörferliste Reinstorf«; wir stellten eine Hand voll Kandidierende auf, von denen zwei prompt gewählt wurden. Auch andere gewählte Ratsleute kandidierten parteilos. Durch die Wählergruppe wurde eine langfristige Struktur geschaffen, die über eine einzelne Wahl oder die Motivation einer Einzelperson hinausreicht. Die Wählergruppe trat ohne Programm an. Stattdessen stellte sich jede kandidierende Person mit ein paar Schlaglichtern aus der eigenen Biografie in einem Flyer vor, der an alle Haushalte der Gemeinde verteilt wurde. Ich machte das Muster des Commoning »Konflikte beziehungswahrend lösen« zu meinem Motto für die Ratsarbeit …

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Inhalt: Oya-Almanach 2025

Was erwartet euch im Oya-Almanach 2025? Das Inhaltsverzeichnis gibt einen Überblick über 256 Seiten, die sich vielfältigen Facetten des Themas »scheitern« widmen und das guten Leben im umfassenden Sinn feiern.

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Grundwasserbildung ist das höchste Gut

Gemeinsam mit Oya-Rat Michael Succow verbrachten Andrea Vetter und Matthias Fersterer aus der Oya-Redaktion Mittagsstunden auf einem Hügel bei Wriezen in Ostbrandenburg. Dabei erzählte Michael von seinem Herzensprojekt, am Rand des Oderbruchs eine Weidelandschaft zu schaffen – und von der Notwendigkeit, auf die Erderhitzung mit angepassten Energiekonzepten und Wirtschaftsformen zu reagieren.

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Eynem idern nach seyner notdorft

Die Bauernrevolution von 1525 jährt sich gerade zum 500. Mal. Sie war der größte Aufstand gegen die Einhegung der Allmenden in der europäischen Geschichte – und wurde blutig niedergeschlagen. Was lässt sich heute aus dem Streben nach »freiheyt« und Gemeinheit, der Verbundenheit mit dem Land und dem Scheitern der Bauernschaft lernen?

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