enkeltauglich leben

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Beobachten, was gelingt

Eine artenreiche Sammlung von Schuhpaaren steht vor der Tür. Es erfordert ein wenig Geschick, die eigene Fuß­bekleidung noch dazwischenzuschieben, ohne den schmalen Pfad in dieser Landschaft vor den Türpfosten zu versperren. Gleich geht es los. Die meisten sitzen schon drinnen. ...

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von Silke Helfrich, Johannes Heimrath, Werner Küppers, Anja Marwege, Gernot Mittersteiner, Franz Nahrada

Lebendiges kann nur aus Lebendigem entstehen

Eine Stimme, die in Oya bislang nur am Rande zu hören war, ist die des 1936 in Wien geborenen Architekten, Mathematikers und Philosophen Christopher Alexander. Als Professor am »Centre for Environmental Structure« an der Universität von Berkeley, Kalifornien, ...

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von Matthias Fersterer

Die Welt hat viele Mitten

Wie nur kamen wir auf die Idee, diese Ausgabe »Weltmittelpunkte« zu nennen? Die Erde ist doch (annähernd) eine Kugel, und als solche ist ihre Oberfläche doch mittelos! Nun ist »Welt« nicht dasselbe wie »Erde«, wenn freilich auch nicht davon zu trennen. ...

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von Anja Marwege

Zwischen Spaten und Papierkram

Hartmut Lüdeling erlebt in seiner Arbeit als Stadtplaner und Dorfentwickler immer wieder wirkliches »Gemeinschaffen« – immer dann, wenn Menschen Feuer für eine Idee fangen. Weder spezielle Moderationsmethoden noch Förderprogramme seien ausschlaggebend dafür, ob ...

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Die Kraft der Visionvon Naomi Oreskes, Michael Oppenheimer, Dale Jamieson

Warum Expertinnen und Experten die Erdüberhitzung unterschätzen …

Vor Kurzem kündigte der britische meteo­rologische Dienst »Met Office« eine Revision der vom »Hadley Centre for Climate Prediction and Research« erstellten historischen Analyse der Meeresoberflächen­temperaturen an. Es sei anzunehmen, dass die Ozeane sich ...

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Buchbesprechungvon Anja Marwege

Das gute Leben für alle (Buchbesprechung)

sich immer mehr als eine der grundlegenden Perspektiven aus, die viele Menschen einnehmen, die im Hier und Jetzt nach Alternativen suchen. So tut es auch das I.L.A. Kollektiv, das in seinem neuen Dossier eine Lebensweise in den Fokus rückt, die Solidarität als Wesenszug ...

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Die Kraft der Visionvon Silke Helfrich, David Bollier

Commons und Sein

Beim Nachdenken über die praktische Welt der Commons sind uns zwei Dinge klargeworden: dass das, was all diese Beispiele verbindet, auf einer tieferen Ebene liegt – der Ebene des Seinsverständnisses – und dass wir für das Besondere an Commons im Wortsinn sprachlos sind. ...

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von Lara Mallien

Nachdenkfühlgezeichnet

Von Doreen Fenner-Kiepsel stammen das Titelbild sowie weitere Illustrationen der allerersten Ausgabe von Oya aus dem Jahr 2010. Das Heft kreiste um das Thema »Gemein­güter« und versuchte, das Phänomen »Allmende« in einen neuen Rahmen zu setzen. Daran wollten ...

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von Lara Mallien

Lernorte verbinden

»Wir brauchen eine Internet-Datenbank von Lernorten, damit junge Leute möglichst einfach herausfinden können, wo sie inspirierende Ansätze für ein enkeltaugliches Leben finden.« Im Jahr 2013 meinten einige Aktive aus Organisationen wie der Sinn-Stiftung, dem Youth ...

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von Andrea Vetter

Eine bunte und breite Palette

Das deutschlandweite Bündnis »#unteilbar« hat sich 2018 mit dem Ziel gegründet, eine Demonstration für eine offene und solidarische Gesellschaft im Oktober 2018 in Berlin zu organisieren. Bei #unteilbar sind zahlreiche Gruppen und Hunderte Einzelpersonen aktiv, Menschen ...

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Was sagen »Muster«?

Menschen aus verschiedenen Generationen und Kulturen sitzen an den Tischen des Park-Cafés, das von viel Grün gesäumt ist. Ein Mädchen dreht mit seinem Fahrrad einige Runden auf dem Pfad, der einen Spielplatz umrandet. Einige Leute klettern an Spielgeräten, große ...

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von Anja Marwege

In einer Haltung des Vertrauens

Die Mitglieder des Hausrats waren frustriert. Die rund 30 Bewohnerinnen und Bewohner des Tübinger Wohnprojekts 009 zeigten immer weniger Interesse an der Arbeit ihres Rats, der jeweils für ein Jahr gewählt wird. Dabei steckte der Hausrat viel Zeit und Mühe in die Sitzungen, in ...

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von Silke Helfrich, Andreas Weber, Malte Cegiolka, Christian Schorsch, Daniel Schläppi, Ann-Marie Weber, Niels Noack, Michaela I. Abdelhamid, Julia Petzold, Hannes Zagar

Von de Kartoffel in der ­Kartoffelsuppe

Alle wissen, was gerade zu tun ist, individuelle Entscheidungen fügen sich wie von selbst ins große Ganze ein, die Prozesse greifen ineinander wie – nein, eben nicht wie Zahnräder; dieses Bild vermittelt keine Lebendigkeit! Da ist sie schon, die Sprachlosigkeit. Sie stellt ...

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von Matthias Fersterer

Gemeinschaffen – ein »ander Seyn«

In Gesprächen über Commons werden oft reflexartig beschwichtigender Zuspruch oder abwehrender Einwand geäußert: »Ja, ja, Carsharing, Vergemeinschaftung, ökosoziale Marktwirtschaft … das gibt es doch alles schon!« oder »Ja, ja, Kollektivismus, ...

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Buchbesprechungvon Anja Humburg

Gut leben (Buchbesprechung)

Der Philosophin Barbara Muraca ist mit ihrem Buch »Gut leben« ein präziser Kompass der Wachstumswende gelungen. Sie beschreibt die Geschichte und die Inspirationsquellen der Debatte um eine Gesellschaft jenseits des Wachstums und benennt Protagonisten sowie Grundpfeiler wie ...

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von Anja Marwege

An kargen Hängen aus ­Traditionen schöpfen

Niemand weiß genau, wie lange schon Schafe durch die Fells im Lake District im Nordwesten Englands getrieben werden – vermutlich seit mehreren tausend Jahren. Die Bergrassen gehören zu den widerstandsfähigsten ihrer Art. Jetzt im Oktober findet der Abtrieb von den ...

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Buchbesprechungvon Matthias Fersterer

Demokratie!

Nachdem sie sich mit »Empire«, »Multitude« und »Common Wealth« als Starintellektuelle der globalisierungskritischen Bewegungen etabliert haben, legen der US-Literaturwissenschaftler Michael Hardt und der italienische Politphilosoph Antonio ­Negri mit ...

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von Matthias Fersterer

Demokratie!

Das Gemeinsame schaffen Nachdem sie sich mit »Empire«, »Multitude« und »Common Wealth« als Starintellektuelle der globalisierungskritischen Bewegungen etabliert haben, legen der US-Literaturwissenschaftler Michael Hardt und der italienische Politphilosoph ...

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von Franziska Castro

Wie werden wir allmendetauglich?

Auf dem Weg zu einer kleinen, mir bisher unbekannten Gemeinschaft wandere ich Ende September letzten Jahres durch Brück im Fläming. Ich möchte etwas über eine Allmende-Ausbildung erfahren, die hier erstmals in einem zweimonatigen Testlauf stattfindet. Das kleine Städtchen ...

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Buchbesprechungvon Renate Börger


Der Kampf um globale Gerechtigkeit (Buchbesprechung)

Seit zehn Jahren veröffentlichen die Publizisten David Goeßmann und Fabian Scheidler auf ihrem unabhängigen Internet-Sender »Kontext TV« intensive Gespräche mit kapitalismuskritischen Denkerinnen und Aktivisten aus aller Welt, wie Noam Chomsky (USA), Vandana Shiva ...

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von Oya – Redaktion

Wie kann ich das ­Aushaltenmüssen aushalten?

Was wäre, wenn das Gehören aufhörte? Wie kann ich mein Haus für gemeinschaftliche Aktivitäten öffnen, so dass es nicht allein Ort des Kleinfamilienlebens ist? Ist es ein Hinderungsgrund für echtes Gemeinschaffen auf Augenhöhe, dass Rechtsformen wie ...

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von Lara Mallien, Matthias Fersterer

Mit Commons ist kein Staat zu machen?

Projekte, die Mustern des Commonings folgen, bewegen sich in einer nationalstaatlich verfassten politischen Ordnung, die auf einen kapitalistischen Markt hin ausgerichtet ist, beständig in einem Rahmen, der sie wenig unterstützt oder sie gar behindert. Sie brauchen Nischen, sie finden ...

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Muster für gutes Haushalten

Auf den Seiten 50/51 der vorigen Oya-Ausgabe, »Gemeinschaffen – wie geht das?«, findet sich eine Übersicht aller Muster, die Silke Helfrich und David Bollier als Diskussionsgrundlage für die Entwicklung einer Mustersprache des Commonings vorschlagen. Wir empfehlen ...

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Geht Commoning im Verein?

Das Commons-Institut ist kein Ort, sondern eher ein Netzwerk. Seine Mitglieder sprechen gern von einem »nomadischen Institut«. Es ist immer gerade dort, wo Menschen, die sich zugehörig fühlen, etwas tun: Sie treffen sich zum internen Austausch, organisieren Veranstaltungen, ...

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von Matthias Fellner

Der Sprung in gemeinschaftliche Lebensformen

Im Oktober waren Menschen aus ganz unterschiedlichen Orten nach Alfter bei Bonn gereist, um sich auf der »Wo lang?«-Konferenz über gemeinschaffendes Tun auszutauschen. Neben bekannten Persönlichkeiten wie Silke Helfrich und Andreas Weber konnte man dort auf Praktikerinnen aus ...

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von Sigrun Preissing

Die Beziehungshaftigkeit des Habens nähren

»Wir Utopistinnen und Utopisten sind es gewohnt, uns in linkspolitisch sozialisierter Sprache zu unterhalten«, denke ich oft. Nicht selten passiert es uns, dass wir nach kurzer Zeit mit den uns bekannten Satzfragmenten nur noch über Organisatorisches sprechen. Vor kurzem erlebte ...

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von Silke Helfrich

Haben nahe dem Sein

Eigentum ist ein Grundpfeiler der »modernen« Gesellschaft. Wo immer ein Streit ums Eigentum entflammt, sind die Totschlag­argumente nicht weit. Rasch wird die Angst vor Enteignung geschürt. Viel wird über verschiedene Formen des Eigentums gestritten, im Fokus die Frage: ...

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von Daniel Schläppi

Du brauchst ein ganzes Dorf, um alt zu werden

Als Kind verbrachte ich viele freie Nachmittage bei meinem Patenonkel, der bei uns im Dorf »auf der Genossenschaft« arbeitete, wo die Bauern günstig Güter des Grundbedarfs beziehen konnten. Ich durfte an altmodischen Seilzügen den Warenaufzug bedienen, mit dem wir die ...

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von Oya – Redaktion

Commoning statt Aussterben

Unser Titelbild zeigt ein Idyll: Vor der Großstadt liegt, eingefasst von einem Wall aus großen Strohballen, ein Gemüsegarten, in dem alle nach Herzenslust ernten, mithelfen, Spendenboxen befüllen und feiern können. Ein Commons, eine Allmende, deren Hüterin­nen ...

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von Mariel Starkgraff

Vom Säen und Ernten von Wasser

In der Gemeinde Quispillaccta im Süden der peruanischen ­Anden werden nicht nur Mais und Saubohnen sorgsam gesät und geerntet, auch dem Wasser wird mit einer ähnlich fürsorgenden Haltung begegnet. Das Säen und Ernten von Wasser ist dort eine alte Kulturtechnik, die in ...

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Buchbesprechungvon Lara Mallien

Frei, fair und lebendig (Buchbesprechung)

Kennen Sie folgende Situation? Sie erzählen von einem Projekt, in dem verschiedene Menschen konstruktiv zusammenwirken und das Ihrer Meinung nach einen Beitrag zu einem gesellschaftlichen Wandel hin zu einem »guten Leben für alle« auf einem begrenzten Planeten leistet. Das ...

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Buchbesprechungvon Matthias Fersterer

Humankind (Buchbesprechung)

Der Untertitel dieses Buchs, das ich erst nach Drucklegung der vergangenen Ausgabe entdeckte, hätte auch auf dem Titel von Oya 53 stehen können: »Solidarität mit nicht-menschlichen Leuten«. In seinem Realitäten verrückenden Ritt durch Theorien, Kategorien und ...

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von Lara Mallien, Claus Biegert, Matthias Fersterer, Tom Porter

Frieden stiften und bewahren

Im vergangenen Herbst schrieb unser Freund Claus Biegert: »Bei meinem letzten Besuch in Onondaga traf ich Tom Porter, einen Sprecher der Mohawk. Im Mai will er nach Europa kommen. Ich habe gedacht, es wäre gut, wenn seine Tour bei euch in Klein Jasedow beginnt.« Der Journalist und ...

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von Lea Hinze, Nina Treu, Isabell Schultz, Luisa Kleine, Rese Dietze, Simone Zeiger

Keine Angst vor Konflikten

Gemeinschaftlich geprägte Organisatio­nen – seien es das Planungsteam für ein Festival, ein kollektiv ­organisierter Betrieb oder eine ­Gemeinschaft – entscheiden sich oft bewusst nicht für konventionelle Organisationsstrukturen, sondern für ...

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»Du hast angefangen!« – »Nein, du!«

Wenn wir uns in selbstverwalteten, gemeinschaffenden Gruppen organisieren wollen – wie gehen wir dann mit dem Phänomen »Macht« um? Wer hat nicht im eigenen Leben Verletzungen dadurch erfahren, dass andere Macht über sie oder ihn ausgeübt haben? Wird mit diesen ...

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von Andrea Vetter, Matthias Fellner, Christiane Kliemann, Babette Hünig

Wir sterben immer

Andrea Vetter  In unserer Gesellschaft wird oft gefragt: Wie können wir neue Wege finden? In dieser Ausgabe geht es unter anderem um die Wiederentdeckung des Waldgärtnerns als Gegenentwurf zum Anbau von Getreide in Reinkultur, wie auf unseren Äckern üblich. Aber ...

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von Veronika Bennholdt-Thomsen

Lob des Bäuerlichen

»Größer, schneller, mehr – besser!«, lautet die Maxime unserer Epoche, die uns in Fleisch und Blut übergegangen ist. Wir wissen weder kognitiv noch physisch (in Fleisch und Blut), dass wir ein Teil des Ganzen sind, dass all die Dinge, mit denen wir uns umgeben, ...

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von Matthias Fersterer

Im Tal der Ahnungsvollen

Die Kesh sind ein indigenes Volk in Nordkalifornien. Ihr Siedlungsgebiet liegt südwestlich der »North Inland Sea« (nördliche San Francisco Bay) in einem zwischen schroffen Hügelketten gelegenen Tal, das sie »Valley of the Na« oder schlichtweg kesh nennen (in ...

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von Christian Schorsch, Hans-Peter Perschke, Monika Ludwig-Perschke

Erfolge vor Ort

Als langjähriger Bürgermeister des ostthüringschen Bioenergiedorfs Schlöben engagierte sich Hans-Peter Perschke mit seiner Frau ­Monika schon lange vor meinem Aufenthalt – der von 2014 bis 2017 währte – für die zukunftsfähige Ausrichtung des Orts. ...

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Die Kraft der Visionvon John Burnside

Animistische Anklänge

Befragt den Geist des Orts in allem; Sein Genie lässt die Wasser steigen oder fallen; Es hilft dem stolzen Hügel, himmelhoch emporzustreben, Es heißt die Täler, geschwung’ne Terrassen auszuprägen; Ruft querfeldein, umfängt geschwendet Land, Vereint ...

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Buchbesprechung

Kapitalismus aufheben (Buchbesprechung)

Das im Juli erschienene Buch »Kapitalismus aufheben – Eine Einladung, über Utopie und Transformation neu nachzudenken« von Simon Sutterlütti und Stefan Meretz vom Commons-Institut richtet sich an all jene, die das Mantra der Alternativlosigkeit nicht akzeptieren wollen. ...

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Buchbesprechungvon Elisabeth Voß

Vom Protest zum sozialen Prozess (Buchbesprechung)

Dario Azzellini geht in seinem neuen Buch »Vom Protest zum sozialen Prozess – Betriebsbesetzungen und Arbeiten in Selbstverwaltung« der Frage nach, ob es möglich ist, »im Kapitalismus ›anders‹ zu arbeiten und damit die Perspektive einer demokratischen und ...

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von Ute Scheub

Handle with (Agri-)Care!

Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, wie dringlich Klima- und Agrarwende sind, dann lieferte ihn dieser Sommer. Eine Hitzewelle und Dürre ohnegleichen suchte Deutschland und fast ganz Europa heim. Waldbrände plagten Schweden, Griechenland, Portugal und forderten Tote. Wenn es ...

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von Johannes Heimrath, Bertrand Stern

Nein sagen ist nicht verzichten

Alex Capistran hat diesen Beitrag für den Wiederabdruck in Oya 49 vorgeschlagen. Er schreibt: Bildung ist ein grundsätzliches Thema, das an die Tiefenschichten der Kulturen rührt und von dem wir etwas über unsere Sicht auf den Menschen und die Welt lernen können. Das hier ...

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von Brigitte Kratzwald

Immer der Gemeinschaftlichkeit nach

Als ich in den 1960er Jahren aufwuchs, wurden häufig Menschen für langjährige Zugehörigkeit zu einem Unternehmen geehrt. Darauf war man stolz. Ich aber fand die Vorstellung, mein ganzes Leben das Gleiche zu tun, schon damals überhaupt nicht erstrebenswert. Mit der ...

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von Jacques Paysan

Gemeinschaffen im Paradies

Denke ich an Portugal, ergreift mich seit langem eine melancholische Sehnsucht, die ich nicht genau begründen kann. Die Portugiesen nennen dieses Gefühl »Saudade«. Es steckt an. Im Sommer 1979 erreichten wir dieses sympathische Land zum ersten Mal an Bord eines klapprigen ...

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von Matthias Fersterer

eigen, hiesig und gemein

Ich feiere mich und singe mich selbst, Und was ich mir anmaße, sollst du dir anmaßen, Denn jedes Atom, das zu mir gehört, gehört ebensogut zu dir. Die ersten Verszeilen aus Walt Whitmans »Gesang meiner Selbst« kann man als lyrische Überhöhung ...

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Verbundenes Tätigsein

Die industriemoderne Existenz ist von entfremdenden, fragmentierten, trennenden Strukturen geprägt. Die Lebensläufe westlichen Zuschnitts werden »von der Wiege bis zur Bahre« durch eine Reihe von Anstalten – mal mehr, mal weniger gewaltsam – strukturiert: ...

Buchbesprechungvon Julia Fuchte

Ecommony (Buchbesprechung)

In ihrem Buch »Halbinseln gegen den Strom« (2009) hatte die Volkswirtin, Historikerin und Aktivistin Friederike Habermann gezeigt, dass sich alltägliche Notwendigkeiten wie Ernährung oder Wohnen auch jenseits kapitalistischer Verwertungslogik organisieren lassen. Ihr neu ...

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von Redaktionskreis

Das Ganze im Blick

Als wir uns im Sommer 2016 die Freiheit nahmen, die Bedingungen, unter denen Oya entsteht und ermöglicht wird, einmal konsequent unter Allmende-Gesichtspunkten zu durchdenken, fragte uns die Commons-Forscherin Silke Helfrich (siehe Seite 46): »­Warum macht ihr es nicht wie eine ...

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von Peter Linebaugh

Haltet den Dieb!

Wir verlieren unsere Subsistenz – und damit den Boden unter unseren Füßen – an die Privilegierten und Mächtigen. Menschen in aller Welt werden um Renten, Häuser, Universitäten und Ackerflächen betrogen; sie rufen: »Haltet den Dieb!«, ...

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von Silke Helfrich

Für eine ontologische Wende

»Praktiken sind ohne die darunterliegende Weltsicht leblos«, schreibt Fréderic Laloux. Und doch machen wir uns diese Weltsicht oft nicht bewusst. Wir nehmen sie hin, wie wir hinnehmen, dass die Erde uns trägt, wenn wir einen Fuß vor die Tür setzen. Nun, ...

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Buchbesprechungvon Elisabeth Voß

Umkämpftes Grün (Buchbesprechung)

»Umkämpftes Grün« analysiert die Bedeutung von Gemeinschaftsgärten als »Green Commons« für die Stadtentwicklung. Gartenprojekte sind in der Regel durch mehr oder weniger ausgeprägte Selbstverwaltung gekennzeichnet. Als Commons (Gemeingüter) ...

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von Lara Mallien, Johannes Heimrath, Matthias Fersterer, Leonie Sontheimer, Maria König, Matthias Fellner

Erzählen vom ­gemeinen Leben

In einer Sommernacht lag ich halb wachend, halb träumend auf meinem Bett. Da erschien mir ein riesiges braunes Ungeheuer, aus dessen Maul enorme Scheren hervorragten. Es kam näher und näher und wollte Besitz von mir ergreifen. Von diesem Bild gebannt, schlief ich ein. Als ich ...

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von Maria König

Die Maschine steht still

\ \ \ In seinem 2015 erschienenen Sachbuch »Das Ende der ­Megamaschine« trug Fabian Scheidler dezidiert und fundiert zum kritischen Diskurs über die ökonomischen, militärischen und ideologischen Machtstrukturen westlich geprägter Gesellschaften bei. Der Begriff ...

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von Lara Mallien, Anja Humburg, Andrea Vetter

Anastasia – die Macht eines Phantoms

\ \ \ Warum wir uns mit Anastasia beschäftigen Im Sommer wurde der Wunsch an die Oya-Redaktion herangetragen, das Anastasia-Festival, das in diesem Jahr auf dem Gelände der Gemeinschaft »Windberg« in Nordthüringen stattfand, in den Nachrichten anzukündigen. ...

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von Lara Mallien

Heimat ist Allmende

\ \ \ »Das ist ›mein‹ Zuhause« – ein alltäglicher Satz. Warum eigentlich »mein« Zuhause? Ist das ein persönlicher Besitz? Ist es ein Raum, der in erster Linie vor anderen, die womöglich stören, geschützt werden muss? Je ...

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Buchbesprechungvon Günter Sölken

Ethischer Welthandel (Buchbesprechung)

Unlängst hörte ich auf einer TTIP-kritischen Veranstaltung jemanden sagen: »Wie harmonisch und konstruktiv könnte diese Debatte verlaufen, wenn sich USA und EU mit dem neuen Vertrag verpflichtet hätten, die Menschenrechte, Demokratie und Arbeitnehmerrechte zu stärken, ...

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von Stefan Meretz, Friederike Habermann, Andreas Weber, Matthias Fersterer, Veronika Bennholdt-Thomsen

Aus:Tausch

Zusammengefasst von Matthias Fersterer \ \ \ Da liege ich nun also im kalendarischen Sommer in einer Wiese mit brusthohem Gras, lausche dem Zwitschern der tieffliegenden Schwalben, lasse den Blick schweifen und sinniere – über die Cyanobakterien. Der blaue Himmel über mir, die ...

Buchbesprechungvon Anja Humburg

Nach Hause kommen (Buchbesprechung)

Der Verein Neustart Schweiz treibt seit einigen Jahren Veränderungsprozesse in der Eidgenossenschaft voran. Er ist auch Ermöglicher des neuen Büchleins »Nach Hause kommen«. Welch ein grandioser Titel, der kaum besser in die Zeiten des Oya-Umbruchs passen könnte! ...

Buchbesprechungvon Elisabeth Voß

Die Welt reparieren (Buchbesprechung)

Die Herausgeberinnen und Herausgeber des Buchs »Die Welt reparieren – Open Source und Selbermachen als postkapitalistische Praxis« gehören zur Münchener »anstiftung«, die sich der Förderung der Eigenarbeit verschrieben hat. Sie stellen Projekte aus der ...

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von Matthias Fersterer

Wir sind Natur – was sonst?!

Der Mystiker Meister Eckhart riet, die Menschen sollten nicht so viel darüber nachdenken, was sie tun sollen, sondern stattdessen bedenken, was sie sind. Nach 700 weiteren Jahren des Nachdenkens über Tun und Sein besteht weder in der einen noch in der anderen Frage Einmütigkeit. Was ...

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von Jochen Schilk

Mehr oya als die Oya?

Im Juli 2014 erschien in der Oya-Ausgabe 27 eine Besprechung von Charles Eisensteins im Jahr zuvor auf Deutsch bei Scorpio erschienenen »Die schönere Welt, die unser Herz kennt, ist möglich«. Warum folgt hier nun ein weiterer, ausführlicherer Hinweis auf das Buch des ...

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von Malte Cegiolka

Malte Cegiolka schreibt uns

Liebe Oya! Ich wurde als junger Mensch in ein Gesellschaftssystem hineingeboren, in dem ich nur „etwas werden kann“, wenn ich meine Chancen nutze und gegen die große professionalisierte Konkurrenz bestehen kann. Je älter ich wurde und je näher ich dem Moment kam, an ...

von Der Schwarm

Glossar

Allmende In der modernen Bedeutung bezeichnet »Allmende« jegliches materielle oder immaterielle Gut, dass durch gemeinschaffende* Pflegnutzung* hervorgebracht und erhalten wird. Die Nobelpreisträgerin Elinor Ostrom (1933–2012) erforschte die Prinzipien und Haltungen, die ...

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*Glossar

Allmende In der Bedeutung von »allen (Gemeindemitgliedern) zukommend« bezeichnete das Wort bis in jüngste Zeit die im Eigentum von Dorfgemeinschaften stehenden, gemeinsam bewirtschafteten Weiden und Wälder. Heute benennt Allmende – wie das englische ...

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von Der Schwarm

Kapitel 8

Im letzten Kapitel erklärt Silke Helfrich, warum die Mustersprache von Christopher Alexander für die Zukunft wichtig sein kann, und wir erfahren, was die Kartoffeln Oya mit auf den Weg geben.

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von Der Schwarm

Kapitel 3

Wir stechen mit Benjamin Kafka in See. Die Reise führt zu eigenwilligem Brachland. Dort sind die Kategorien von Erfolg und Misserfolg unbekannt.

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Buchbesprechungvon Anja Humburg

Degrowth – Handbuch für eine neue Ära (Buchbesprechung)

Woran lässt sich tiefgreifender, ernsthafter Wandel erkennen? Bin ich mit meinen eigenen Projekten auf diesem Pfad unterwegs, oder reproduziere ich selbst das kritisierte, alte System? Immer wieder ruft mir der Oya-Untertitel  »anders denken. anders leben« ins Gedächtnis, ...

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von Isabella Hafner

Reparieren ist ziviler Ungehorsam

Wie Pilze schießen Repair-Cafés aus dem Boden. Bleibt Basteln Hobby, oder entwickelt diese Bewegung gesellschaftliche Relevanz?

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von Elisabeth Voß

Wohnen auf kleinem Fuß

Sogenannte Tiny Houses wecken Begeisterung – doch wie gestaltet sich Wohnen auf kleinstem Raum ökologisch und sozial sinnvoll?

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Buchbesprechungvon Farah Lenser

Die Welt der Commons (Buchbesprechung)

Muster gemeinsamen Handelns Nach dem ersten Band der geplanten Commons-Trilogie »Für eine neue Politik jenseits von Markt und Staat« (2012) widmen sich die Autorinnen und Autoren im zweiten Band dem Prozess des Commoning, des Gemeinschaffens, und suchen nach Mustern des ...

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Buchbesprechungvon Elisabeth Voß

Verbietet das Bauen! (Buchbesprechung)

In seiner Streitschrift »Verbietet das Bauen!« legt Daniel Fuhrhop eindringlich dar, warum er Neubauten für falsch hält. An Beispielen wie der Hamburger Elbphilharmonie und »Stuttgart 21« zeigt er, wie fragwürdig solche Vorhaben sind, die viel Geld ...

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Buchbesprechungvon Dieter Koschek

Wegweiser Solidarische Ökonomie (Buchbesprechung)

Der »Wegweiser solidarische Ökonomie« hat bereits 2010 hat mit rund 400 Links in die Szene überzeugt. In der zweiten, wesentlich erweiterten Auflage weitet Elisabeth Voß, die keine Definition für eine bestimmte Strömung der solidarischen Ökonomie ...

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von Daniel Dahm

Die Ökonomie verlebendigen!

Die Verbindung von Ökologie und Ökonomie schien mir immer offensichtlich. Die alten dualistischen Vorstellungen einer Trennung der Sphären des Menschen und jener der Natur sind artifiziell konstruiert. Sie wurden sozial erlernt, historisch zementiert und werden alltäglich ...

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von Andreas Weber, Johannes Heimrath

Die eingehegte Welt ist eine Zombie-Welt

Andreas, das Phänomen Lebendigkeit spielt in deiner Arbeit eine zentrale Rolle. Wie verstehst du dich selbst als lebendiges Wesen? Als eine Ganzheit – nicht als »Geist«. Ich kann meinen Körper nicht zur Gänze verstehen, ich kann dieser nur »sein«. ...

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von Isabella Hafner

Mit Kartoffeln Druck machen

Daniel Überall wuchs in einem sozialen Brennpunkt Münchens auf und studierte Kommunikationswirtschaft. Aus dem Wunsch, sich ökologisch zu verhalten und andere für ein Leben mit verträglichem ökologischen Fußabdruck zu begeistern, engagierte er sich zunächst für ethischen Konsum. Heute ist ihm bewusst, dass sich vor allem die Art des Wirtschaftens und Produzierens ändern muss. Dafür gründete er gemeinsam mit Simon Scholl das Münchener »Kartoffelkombinat«, das Menschen eine lebendige Beziehung zu ihrer Nahrung ermöglicht. Statt zur Ware wird diese zur gemeinschaftlichen Ernte.

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von Elisabeth Voß

Grüne Wirtschaft

Während die einen fast heilslehrenartig die »grüne Wirtschaft« als Lösung aller ökologischen und sozialen Probleme propagieren, betonen andere, dass genau diese vermeintliche Lösung den Zustand verschlimmert.

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von Elinor Ostrom

Fordernde Allmende

Die meisten Menschen verbinden mit Gemeingütern (englisch: commons) ­Ressourcen, die wir gemeinsam nutzen: Bewässerungssysteme, Fischbestände, Weideflächen oder Wälder. Fehlen klare Vereinbarungen für den Umgang mit solchen Ressourcen, so laufen sie Gefahr, ...

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von Alex Capistran

Ein Dorf in der Stadt

Der »Lindentaler« will mehr sein als eine Regionalwährung. In Leipzig basiert, aber deutschlandweit wirksam, fördert er Leihen, Tauschen und Schenken.

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von Geseko von Lüpke, Ute Scheub

Der ökonomische Wandel greift um sich

Ute, in deinem gemeinsam mit Annette Jensen verfassten Buch sprichst du von »Glücksökonomie«. Das klingt mehr nach Bhutan im Himalaya, wo versucht wird, das Brutto-Nationalglück zu erreichen. Was ­bedeutet Glücksökonomie hierzulande? Im Bauch des alten ...

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von Elisabeth Voß

Glossar: Solidarische Ökonomie

Es gibt nicht »die« solidarische Ökonomie, sondern eine Vielfalt anderen Wirtschaftens: selbstverwaltete Hausprojekte oder Kollektivbetriebe, Kommunen und Gemeinschaften, Netzwerke von Selbständigen, solidarische Landwirtschaft, urbanes Gärtnern, Fair Trade etc. Immer ...

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von Silke Helfrich, Lara Mallien, Johannes Heimrath, Dagmar Embshoff, Thomas Dönnebrink, Thomas Deterding, Ingo Frost, Nina Treu

Zusammenspiel der Strategien

Johannes Heimrath In letzter Zeit beobachte ich einen wachsenden Dialog zwischen verschiedenen Bewegungen im Bereich alternativer Ökonomien. Ihr alle vertretet solche Richtungen und habt euch im »Nürnberg-Netz« zusammengefunden, um zu erforschen, ­welches Potenzial im ...

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Buchbesprechungvon Matthias Fersterer

Lektionen der Wildnis

Poetik der Allmende Anthropologe, Beatnik, Buddhist, Eingeborener, Regionalist, Tiefenökologe, Weltbürger – Gary ­Snyder passt in viele Rollen und entzieht sich doch der Kategorisierung in Schubladen: Er prägte die Beat-Generation entscheidend, ohne dem destruktiven ...

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von Johannes Heimrath

So einfach ist es nicht!

Ich besaß mal einen kleinen Hobel, einen sogenannten Kantenbestoßhobel, mit dem man die Kanten von Massivholzbrettern und sogar von furnierten Platten mit einer extrem feinen Fase brechen konnte. Fase? Das ist eine schmale Abschrägung im Winkel von 45 Grad zu den ...

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Buchbesprechungvon Sabrina Schulz

Ökosoziale Transformation

Den Wandel verstehen und begleiten Auf den ersten Blick erfüllt das Buch »Ökosoziale Transformation. Solidarische Ökonomie und die Gestaltung des Gemeinwesens« alle Charakteristika einer Hochschulschrift, die statt Lesevergnügen eher Schwergängigkeit ...

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von Elisabeth Voß

Eine Andere Welt

Das Gelände eines ehemaligen ­Telekommunikationszentrums der DDR in Strausberg verwandelt sich in ein Gemeingut.

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von Hildegard Kurt

Prädisziplinäres Gestalten im inneren Atelier

In den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts schärfte Paul Klee als Meister am Bauhaus in Weimar, dann in Dessau seinen Studierenden ein: Um, auf welchem Arbeitsfeld auch immer, etwas wirklich und tragfähig Neues in die Welt zu bringen, komme es darauf an, weniger an den ...

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Buchbesprechungvon Julia Fuchte

Die Geschichte des ­nachhaltigen Designs

Kann Design die Welt verändern? »Welche Haltung braucht Gestaltung?« Dieser Frage gehen die Designer und Dozentinnen der Kölner Akademie für Gestaltung »ecosign« in dem von ihnen herausgegebenen Kunst- und Essayband »Die Geschichte des nachhaltigen ...

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Permakulturvon Jochen Schilk

Mehr Wachstum! (Folge 3)

Bereits im Jahr 2007 hatte der Professor für Süßwasserökologie Wilhelm Ripl gemeinsam mit dem SPD-Politiker Hermann Scheer mit einem »Memorandum zum Klimawandel« an einige ökologische Zusammenhänge erinnert, die möglicherweise von entscheidender Bedeutung sind. So legt ihre Perspektive die Möglichkeit von wirksamen Maßnahmen gegen die Überhitzung der Erde nahe, die insbesondere in einer naturnahen Flächenbewirtschaftung und der Aufforstung vegetationsloser Gegenden bestehen.

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von Veronika Bennholdt-Thomsen

Politik der Subsistenz

Wir leben in einer Zeit des Umbruchs. Die Stimmen, die von einer Zivilisations­krise sprechen, mehren sich. Damit ist gemeint, dass die Klima- und die Umweltkrise, die Finanz- und Wirtschaftskrise, die Hungerkrise – die in Wirklichkeit eine »Krise« der Nahrungsmittelpreise ist ...

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Regional- & Stadtentwicklungvon Gebriella Hummel

Wie Ideen fliegen lernen

In vielen Menschen schlummern Ideen, in ihrer Region etwas zum Positiven zu verändern. Oft ist nur ein kleiner Anstoß nötig, damit sie Wirklichkeit werden.

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Regional- & Stadtentwicklungvon Felicitas Sommer

Mit dem arbeiten, was da ist

Das Gespräch suchen, Neues wagen und Nischen finden – solche Künste sind wichtig, um in Regionen wie dem ländlichen Thüringen etwas zu bewegen.

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von Lara Mallien, Johannes Heimrath, Kerstin Stelmacher

Wie Stadtgärten und Verwaltung zusammenfinden

Kerstin, im Sommer 2013 haben wir für Oya den Gemeinschaftsgarten Allmende-Kontor auf dem Tempelhofer Feld besucht. Im Gespräch mit den Gärtnernden kamen die Schwierigkeiten, den Vertrag über das Bleiberecht des Projekts zu verlängern, zur Sprache. Wo steht ihr heute in ...

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Philosophievon Jascha Rohr

Willkommen in Neu-Commons!

Neu-Commons ist eine Gemeinde ­irgendwo zwischen Deutschland und Märchenland. Man kann Neu-Commons überall finden. Der Ort ist weder besonders noch besser als andere, sondern normaler Durchschnitt, ein Klischee. Märchenhaft ist er nur dadurch, dass alles ein wenig ...

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Buchbesprechungvon Anja Humburg

Gewinn für alle

Neue Genossenschaften Konny Gellenbeck gibt mit »Gewinn für alle!« ein erzählendes Sachbuch über den aktuellen Boom der Genossenschaften heraus. Der Trend lässt sich beziffern: Allein 253 Neugründungen gab es im Jahr 2011 in Deutschland. Nur elf waren es ...

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Buchbesprechungvon Grit Fröhlich

Commons

Die Rückkehr der Allmende Wem gehören das Wasser, die Luft, das Wissen über Heilpflanzen – all das, was wir zum Leben brauchen und was uns frei zur Verfügung steht, weil die Natur oder frühere Generationen es uns geschenkt haben? Es ist einer der Mythen des ...

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Buchbesprechungvon Anja Humburg

Wirtschaft ohne Wachstum?!

Nachwuchs für die Wachstumswende Dreizehn Bachelorstudierende der Freiburger Universität veröffentlichten soeben im Rahmen des Projektseminars »Wirtschaft ohne Wachstum?!« einen Sammelband, der die vielfältigen Diskussionsstränge der neuen Wachstumskritiker ...

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Buchbesprechungvon Julia Fuchte

Rotes Grün

Rot braucht Grün braucht Rot Auch ein Dampfer, auf dem perfekte Sozialstandards für alle Passagiere gelten, kann mit voller Kraft auf einen Eisberg zusteuern. Nach dieser Logik ist es fatal, eine gerechtere Wirtschafts- und Eigentumsordnung ohne ökologische Weitsicht umsetzen zu ...

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Buchbesprechungvon Jochen Schilk

Kartoffeln und Computer

Neustart in eine Gesellschaft der Commons Der Schweizer Autor mit dem Pseudonym P. M. ist bereits durch eine ganze Reihe von gesellschaftlichen Alternativentwürfen aufgefallen, unter anderen durch seine anarchische Utopie »bolo’bolo« von 1983 und zuletzt durch ...

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Buchbesprechungvon Jochen Schilk

Die Post-Kollaps-Gesellschaft

Unbequeme Wahrheiten Für Johannes Heimrath ist der Kollaps des konsumgetriebenen Weltsystems nicht mehr zu verhindern – und er ist einer der wenigen, die diese unbequeme Wahrheit auch in aller Deutlichkeit aussprechen. Dabei ist es nur logisch, dass eine nicht-nachhaltige Welt ...

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Buchbesprechungvon Dieter Koschek

Allmende Vorarlberg

Von der Kraft des gemeinsamen Tuns Kann man während der Lektüre eines Buchs über Genossenschaften und Commons mit allen Sinnen die Seele baumeln lassen? Tatsächlich geschieht gerade dies beim Lesen von Rita Bertolinis »Allmeinde Vorarlberg«. Das Buch enthält ...

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Buchbesprechungvon Lara Mallien

Glücksökonomie

Glücklichsein statt Habenwollen Ist das wieder eines der Bücher mit vielen netten Geschichten über gelungene, zukunftsweisende Projekte, von denen mensch in Oya oder anderen Medien längst schon gelesen hat? Diese Frage stellte ich mir etwas bang vor der Lektüre des neuen ...

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(Basis-)Demokratievon Johannes Heimrath, Roman Huber

Europa spüren

Johannes Heimrath Gerade habe ich ein schönes Europa-Erlebnis hinter mir: Wir haben zwei Tage lang im südlichen Böhmerwald mit tschechischen und rumänischen Freunden über den Wandel unserer Gesellschaften gesprochen. »Unser« Europa ist ganz anders als ...

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Regional- & Stadtentwicklungvon Jochen Schilk

Versorgung mit dem Notwendigen

»Was mich begeistert, ist, dass dieses Projekt wirklich groß gedacht ist!« Mein Freund, der Filmemacher Moritz Springer, kam mit leuchtenden Augen aus Katalonien zurück, einem der Schauplätze seiner gegenwärtig entstehenden Dokumentation über den lebendigen ...

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von Melissa García Lamarca, Bru Laín

Die Macht der Nachbarschaft

Die Olympischen Spiele 1992 machten Barcelona ­weltweit zum Vorbild für moderne Stadterneuerung vor einem Großereignis. Doch die Stadt sollte eher als Vorreiterin der Commons-Bewegung bekannt werden.

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Gesundheitvon Beate Küppers, Barbara Fried

Mehr Sorge für Sorgearbeit

Der Begriff »Care« begegnet mir in letzter Zeit immer häufiger, wenn es um Veränderungsbedarf im Gesundheitsbereich geht. Was muss ich mir darunter vorstellen? Im engeren Sinn sind damit alle sorgenden Tätigkeiten – von der Pflege über Erziehung bis zur ...

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von Dieter Halbach

Reines Wasser

Vor mir steht ein Glas Wasser. Klar und rein, ohne Aroma und Farbe – ein Wesen ohne Eigenschaften? So wie saubere Luft oder Stille ist die reine Schwester Wasser ein kostbares Gut, das wir leicht übersehen. Doch alles Leben entstand aus dem Wasser, ­Menschen bestehen zu etwa ...

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von Johannes Heimrath, Thilo Bode

Essen ist zu einem Politikum geworden

Wenn wir in Oya das Essen beleuchten, tun wir das nicht als Wohlfühl-Bio-Zeitschrift, sondern weil uns Hintergründe interessieren. Unser Blatt wird von gesellschafts­politisch aktiven Menschen gelesen, aber kaum eine oder einer ist in einer Position, um im klassischen Sinn politisch ...

von Johannes Heimrath, Barbara Muraca

Degrowth – eine konkrete Utopie

Barbara, wir sind uns im Februar 2011 bei einer Schrumpfungstagung begegnet. Meine Lippe war blutiggeschlagen, weil mich in der Nacht zuvor ein Bundespolizist bei einer Mahnwache gegen einen Castor-Transport vor Lubmin niedergeknüppelt hatte. Du sprachst zu meiner Freude über den ...

(Postwachstums-)Ökonomievon Anja Humburg

Langsam langsamer treten

Die Degrowth-Konferenz in Leipzig igelt sich weder regio­nal ein noch pustet sie das übliche Reisekontingent an Kohlen­dioxid in die Luft. Das ist nicht einfach!

von Felicitas Sommer, Lúcia de Oliveira Fernandes, Aggelos Varvarousis, Claudio Cattaneo

Degrowth im Europa der Krise

Felicitas Sommer »Krisis« benennt im Altgriechischen eine problematische Situation, die eine Entscheidung erzwingt. In vielen südeuropäischen Ländern brechen die öffentlichen Versorgungssysteme zusammen. Der Zugang zu medizinischer Versorgung und ...

(Postwachstums-)Ökonomievon Andrea Vetter

Entwachstum

Fast ein Jahr lang saßen sie im Wald am Rhein – Frauen, Männer und Kinder. »Nai hämmer gsait!« - »Wir haben Nein gesagt!«, das war ihre Losung gegen das geplante Atomkraftwerk bei Wyhl, einem Dorf in Südbaden. Sie haben gewonnen: 1975 rückten ...

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Buchbesprechungvon Caroline Claudius

Stadt der Commonisten

Komm, wir bausteln ein Himmelbeet! Nachdem ich etwa 22 Jahre meines Lebens mit dem philosophischen Fischen im moralisch Trüben ver- bracht habe, beschloss ich am Abend meines letzten Geburtstags, der maroden Welt ab jetzt nur noch ver- gnüglich beizukommen – was die bei weitem ...

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Buchbesprechungvon Juliane Rudloff

Ökonomie der Verbundenheit

Verbinden statt trennen Viele von uns möchten aus dem alten System aussteigen. Wir verzweifeln an den Institutionen, fühlen uns allein oder spüren, dass die Rückkehr zu mehr Selbstversorgung kaum ausreichen wird, um das Leid des Planeten und seiner Bewohner zu beenden. Etwas ...

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Buchbesprechungvon Grit Fröhlich

Die Wasser-Allmende

Wasser als Allmende Wer den Zugang zum Wasser regelt, entscheidet über Leben und Tod. Fatal, wenn dies ein privates Unternehmen ist, das Wasser nicht deshalb bereitstellt, weil es zum Leben gebraucht wird, sondern nur dann, wenn es sich gewinnbringend verkaufen lässt. Es gibt viele ...

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Buchbesprechungvon Sylvia Babke

Die rote Blume

Teil des Wandels werden »Die rote Blume« bietet Akteurinnen und Akteuren in jeder Art von Organisation, Gemeinschaft oder Tätigkeitsfeld vielfältige Anregungen, im zukunftsfähigen Sinn in das Handeln zu kommen. Das Sach- und Praxisbuch ist als Dialog zwischen den ...

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von Julio Lambing

Insellösungen oder Inspiration für alle?

Können Ökodörfer und vergleichbare Gemeinschaften Lebens­modelle anbieten, die auch der breiten Bevölkerung ein ökologisch und sozial nachhaltiges Leben ermöglichen? Wenn ja, wie können sich ihre Ansätze verbreiten?

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von Jochen Schilk

Zurück in die Zukunft

Um das Jahr 1780 geriet Europa an den Rand einer ernsten Energiekrise: Das Holz, das bis dahin vor allem als Brenn-, Bau- und Werkmaterial stets zu den grundlegenden Stoffen der Menschen gehört hatte, wurde knapp. Was in dieser brisanten Lage nicht nur den Druck auf den Wald minderte, sondern ...

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von Anja Humburg

Selbermachen ohne Grenzen?

Der Brite Thomas Thwaites wollte es genau wissen. Vor einiger Zeit beschloss er, etwas Ungewöhnliches »from scratch« – also von Grund auf – selberzumachen. Ein typisches Produkt der industriellen Fertigung sollte es sein. Kein zu komplexes für den Anfang, ein ...

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von Anja Humburg

Wo Wasser Gemeinschaft schafft

Ob Müllabfuhr, öffentlicher Nahverkehr oder das ­Wasser aus der Leitung: Was früher eine öffentliche Aufgabe war, ist heute nicht selten eine Dienstleistung aus privater Hand. Städte und Gemeinden sind oft nicht mehr selbst oder nur noch in Teilen im Besitz ihrer ...

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Kunstvon Caroline Claudius

Puschel am Po

Im Münchener Stadtbild begegnen einem neuerdings un­verhofft umhäkelte Straßenschilder, wild wuchernde Strick­zitronen und liebevoll gebackene Lebkuchenpenisse: Die Rausfrauen pflegen das Urban Crafting.

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Aktion & Widerstandvon Lara Mallien

Imagination kennt keine Grenzen

Zum Klimagipfel 2009 wollte auch das Kopenhagener Museum für zeitgenössische Kunst seinen Beitrag leisten. Die begleitende Aus­stellung hieß »Re:think:contemporary art and climate change«. Eingeladen war neben anderen das Künstlerkollektiv »The Laboratory ...

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von James Bernard Quilligan

Weltbürgerschaft

Spätestens seit der Finanzkrise besteht Einigkeit darüber, dass die globale Wirtschaft bessere Regulierungen, Gesetze und Institutionen braucht. Doch wie kann ein neues Wirtschaftssystem fair und gerecht werden? Niemand weiß es genau. Sicher ist, eine Ökonomie des Teilens darf ...

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von Kosha Anja Joubert

Ein guter Weg für Afrika

Im Senegal plant die Regierung, 14 000 Dörfer durch die Umwandlung in Ökodörfer zukunfts­fähig zu machen.

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von David Scheller

In den Dörfern soll es fließen

[Bild-1] Die alte Landschaft Spaniens ist der Nährboden, auf dem zeitgenössische wie traditionelle Commons wachsen und gedeihen. Eine lebendige Parallelgesellschaft ist heute auf der Suche nach alternativen Lösungen für Probleme, die typische Folgen einer ...

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Gemeingütervon Birte Friebel

Die Commons-Brille aufsetzen

Wie lässt sich Commoning erklären? Die meisten hatten sich vor sieben Tagen erst kennengelernt. Trotzdem steckte vielen beim Abschied von der Commons-Sommerschule ein Kloß im Hals. Eine Woche gemeinsamen Lernens, Wanderns, Singens, Pläneschmiedens hatte eine Gemeinschaft enstehen lassen.

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von Jochen Schilk

Radikal Wurzeln schlagen

[Bild-1] Die Landverteilung etwa im Osten Deutschlands mit seinen riesigen agrarindustriellen LPG-Nachfolgebetrieben ist extrem ungerecht, sie blockiert jede sozial und ökologisch verträgliche Entwicklung des ländlichen Raums. Dennoch hört man selbst unter den Unzufriedenen ...

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von Lara Mallien

Die Allmende-Gemeinde

Es kommt darauf an, wie es behandelt wird: Öffentliches Eigentum kann Gemeingut werden.

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Lebenswegevon Farah Lenser

Niemand baut für sich allein

Franz Nahrada ist ein echter Netzwerker für die Idee der Commons. Er lebt als ­Hotelier in Wien und treibt mit dem Verein Globally Integrated ­Village Environment (Labor GIVE) die Idee von »globalen Dörfern« voran. Lebensräume der Zukunft sind für ihn kleinräumige, aber autark handlungsfähige und naturverbundene Siedlungseinheiten, ­die über ­Informationstechnologie mit den kreativen Wissens-und Kooperationsnetzwerken der ­ganzen Welt verbunden sind.

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Gemeingütervon Theresa Zimmermann

Gemeinsam unabhängig

Die Überzeugung, Wissen und geschriebenes Wort als Gemeingut zu begreifen, drücken immer mehr Zeitungs- und Buchverlage durch ihre eigene Organisationsweise aus.

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von Johannes Heimrath, Michael Succow

Naturschutz und Allmenden gehören zusammen

Beim ersten Besuch von Michael Succow in der Oya-Redaktion entstand spontan ein Gespräch mit Johannes Heimrath über ­traditionelle und moderne Allmenden.

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von Anja Humburg

Allmende zwischen Kruste und Krümel

In Leipzig, Zürich, Berlin und Vorpommern finden sich Allmende-Brotback-Initiativen: Die einen versorgen sich mit »nicht-kommerziellem« Mehl im Gemeinschaftsbackhaus, die anderen organisieren sich als solidarisches Landwirtschaftsprojekt oder tauschen ihre Brotdelikatessen gegen Theaterkarten.

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von Caroline Claudius

Zum Teil der Ernte werden

Mehr als 200 Münchener Familien sind auf dem Weg, gemeinsam eine Gärtnerei zu betreiben und sich regional zu ernähren.

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von Alex Capistran

Die Lust an der Last

Konstruktionspläne findet man lizenzfrei im Internet, das Wissen über ihren Bau wird großzügig weiterge­geben, die Ausgangsmaterialien stehen in der Stadt ­herum, und wenn sie fertig sind, werden sie gemeinschaftlich genutzt: Solche Lastenfahrräder werden zu echten Commons.

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Gemeingütervon Johannes Heimrath

Gemeinschaffen

Sprache ist Ausdruck der Erzmetaphern unserer Kultur. Ihre Bilder halten entweder das Alte fest oder öffnen Perspektiven in eine enkeltaugliche Zukunft.

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Gemeingütervon Silke Helfrich

Commons fallen nicht vom Himmel

Es gibt zahlreiche Missverständnisse zu den Commons, die eine gemeinsame Wurzel haben: ein auf Objekte fixiertes Denken. Wenn aber nicht mehr nur die Güter im Vordergrund stehen, sondern die Art, wie wir mit ihnen umgehen, in den Fokus rückt, ergibt sich ein neues, dynamisches Bild menschlicher Organisationsformen. Zu ihnen gehört auch eine Commons-schaffende Ökonomie.

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von Maude Barlow

Flüssiges Gemeingut

Im beginnenden 21. Jahrhundert konkurrieren zwei »große Erzählungen« um die Trinkwasservorkommen der Erde. Die eine handelt von einer Clique von Entscheidungsträgern wie einflussreichen Staatschefs, internationalen Handels- und Finanzinstitutionen sowie transnationalen ...

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(Postwachstums-)Ökonomievon Grit Fröhlich

Stoff, der gut tut

Die Kette der Textilproduktion ist heute global und unüberschaubar geworden. Die Modedesign-Gemeinschaft Common Works sucht in diesem Dschungel nach guten Wegen.

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Globale Perspektivenvon Johannes Heimrath

Augen aufreißen!

Manchmal bin ich froh darüber, dass ich damals, als ich ein bequemes Angebot zur Promotion hatte, an meiner Unfähigkeit, ein propädeutisches Seminar zu ertragen, gescheitert bin. Heute kann ich sagen, was ich denke, frei von akademischen Zwängen. Während andere offiziell ...

Regional- & Stadtentwicklungvon Johannes Heimrath, Jürgen Breiter, Johannes Dumpe, Mathias Heyden

Stadt neu denken

Johannes Heimrath Mathias, Jürgen, Johannes – ihr seid Mitbegründer der Initiative »Stadt Neudenken«, die einen grundlegenden Wandel der Liegenschaftspolitik des Landes Berlin und seiner Bezirke fordert, sogar ein Moratorium, einen Stopp des Verkaufs von ...

Bildungvon Johannes Heimrath, Bertrand Stern

Nein sagen ist nicht verzichten

Johannes Heimrath Bertrand, ich freue mich, dass wir hier in Berlin zusammenkommen. Fast dreißig Jahre sind wir Freunde und Wegbegleiter. Ich erinnere mich an die Zeit Ende der 80er Jahre, in der wir über das Wort »Kind« nachgedacht und festgestellt haben: Solange wir es ...

Spielenvon Geseko von Lüpke, Silke Helfrich, Andreas Weber, Matthias Fersterer, Anja Niemand, Jacques Paysan

Mensch freue dich

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen? Spiel – kaum ein anderer Begriff wird in unserer Sprache in so zwiespältiger Form benutzt. Fast scheint es, als wäre es eine Art Hassliebe, die uns mit dem Spiel verbindet. Fraglos: Jeder Mensch lernt den Umgang mit dem Leben im kindlichen ...

von Johannes Heimrath

Ackergifte? Nein danke!

Seit zehn Jahren vergiftet Clomazone regelmäßig Natur, Gärten und Bioanbauflächen. Menschen erkranken. Neue Schadensfälle in Mecklenburg-Vorpommern und anderswo zeigen, dass eine Landwende nur von uns Bürgerinnen und Bürgern bewirkt werden kann.

von Jochen Schilk

Betreten verboten!

Das Land gehört den Menschen. Oder gehören die am Ende dem Land? – Einige Gedanken zur (Un-)Möglichkeit des Landbesitzens.

Gesundheitvon Silke Helfrich

Gesundheit: eine gemeinsame Sache

In einer polarisierten Welt spalten sich die Dinge. Es heißt Staat versus Markt, Kooperation versus Konkurrenz, Traditionalisten versus Modernisten, Monopol versus Vielfalt oder Einschluss versus Ausgrenzung. Was sich dem einen oder anderen nicht zuordnen lässt, wird abgespalten. Diese ...

von Johannes Heimrath

Essenz der Demokratie: Die Commonie

Wie, der Pöbel will mitbestimmen? Darüber konnte die Athener Aristokratie nur die Nase rümpfen.« So der Greifswalder Politikwissenschaftler Hubertus Buchstein zu den ersten Regungen der Demokratie, anlässlich einer Bürgerkonferenz in Klein Jasedow. Für ...

Aktion & Widerstandvon Claus Biegert

Verfechterin der Vielfalt

Christine von Weizsäcker verblüfft durch Ausdauer und wissenschaftliche Kompetenz in den Debatten zum Klimasschutz oder zur ­Artenvielfalt. Die Molekularbiologin heiratete 1969 den SPD-Politiker Ernst-Ulrich von Weizsäcker; die beiden haben fünf Kinder. Die Wissenschaftlerin und Aktivistin ist Vorstandsmitglied der CBD-Alliance, dem weltweiten Dachverband der Nichtregierungsorganisationen, die die UN-Verhandlungen zur biologischen Vielfalt begleiten. Sie leitet die Organisationen »Ecoropa« und »Women in ­Europe for a Common Future« und ist Jurymitglied des »Nuclear-Free Future Award«.

(Postwachstums-)Ökonomievon Lara Mallien, Friederike Habermann, Niko Paech

Weg vom Geldfokus

Lara Mallien Friederike, Niko, ihr arbeitet beide zu sinnvollen, neuen Formen des Wirtschaftens. Bisher begegnet seid ihr euch noch nicht. Ich sehe Gemeinsamkeiten und Unterschiede in euren Ansätzen und bin gespannt, was ihr euch zu sagen habt. Mögt ihr erzählen, wann euch zum ...

von Christian Siefkes

Eine Welt ohne Geld?

Peer-Economy ist eine Wirtschaftsweise, in der weder Chefs, Angestellte noch Geld vorkommen müssen. Ein Zukunftsmodell – nur für den elektronischen Bereich oder auch für handfeste Produktion?

Gemeingütervon Silke Helfrich, Johannes Heimrath, Julio Lambing, Stefan Meretz

Lasst uns die Spielregeln ändern

Der Schwund der Gemeingüter stellt unsere heutige Lebensweise grundsätzlich in Frage. Die Notwendigkeit der Pflege dessen, was uns allen als gemeinsames Gut anvertraut ist, wird eine Gesellschaft mit radikal anderen Zielen als denjenigen der heutigen Konsumgesellschaft erzwingen. Der folgende Auszug aus einer Gesprächsrunde zeigt: Der Weg in ein anderes Leben ist weit. Wir müssen jetzt die Schuhe schnüren.

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von Achim Lerch

So funktioniert Gemeineigentum

allmende – heißt das nicht »alle dürfen alles nehmen«? So lange, bis alles leer ist? Wurde nicht wissenschaftlich erwiesen, dass Allmenden früher oder später der Übernutzung, der »Tragik der Allmende« anheimfallen? Mit diesen Fehleinschätzungen, die fest in den Köpfen verankert sind, räumen die Forschungen von Elinor Ostrom auf. Die Politikwissenschaftlerin erhielt den Wirtschafts nobelpreis für ihre Untersuchung erfolgreicher Gemeingüter-Strukturen, die unser Verständnis von Zusammenarbeit und lebensförderndem Wirtschaften revolutionieren könnten.

von Ute Gieseking, Steffen Andreae, Kushad Claes, Dieter Halbach

Lernfeld Allmende: Vom Geben und Nehmen

Im November trafen sich vier Mitglieder von langjährig bestehenden Gemeinschaften in der Kommune Niederkaufungen. Ute Gieseking aus dem Lebensgarten Steyerberg, Kushad Claes von der Parimal Gut Hübenthal e.G. und Oya-Redakteur Dieter Halbach aus Sieben Linden diskutierten mit Gastgeber ­Steffen Andreae über ihre Erfahrungen mit gemeinschaftlichem Besitz. Ihr Resümee: Der Umgang mit Gemeingütern will gelernt sein, und die größten Schwierigkeiten ergeben sich, wenn die Allmende fehlt.

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Gemeingütervon Matthias Fersterer

Allmende revisited

Allmende – bedeutete das »allen gehört alles«? Wir haben nur vage Vorstellung vom Wesen der mittel­alterlichen Allmende. Dabei fördert eine Spurensuche in dieses vergessene Kapitel der europäischen ­Geschichte wahre Schätze zutage. In der Geschichte der Allmendewirtschaft schlummert der abgerissene Faden einer mündlich überlieferten Tradition nachhaltiger Landnutzung. Das kennen wir sonst nur von indigenen Völkern. Lässt sich heute mit einem modernen, aufgeklärten Geist daran anknüpfen?

Gemeingütervon Lara Mallien

Copyleft

Wissen und das Licht haben viel ­gemeinsam: Wir sprechen von Erleuchtung, vom Geistesblitz, von erhellenden Einsichten. Das Licht wird nicht weniger, gleich, ob zehn oder tausend Menschen es zum Bräunen oder zum Gartenbau nutzen. Hier ­enden die Gemeinsamkeiten, denn das Wissen nimmt sogar zu, je mehr es geteilt wird, je mehr Wissende und
Mitdenkende, Weiterdenkende es gibt. Wie die Freude ist auch das Wissen eines dieser geheimnisvollen Gemeingüter, die sich vermehren, wenn wir sie teilen.

Gemeingütervon Silke Helfrich

Wovon wir alle leben

Gemeingüter – was soll das sein? In jüngster Zeit wird die Vokabel oft zitiert, aber nur wenige wissen damit etwas anzufangen. Mit dem Begriff sind kaum Geschichten und Bilder verknüpft. Dabei sind die Gemeingüter das, wovon wir alle leben. Oft bemerken wir sie erst, wenn ihr Schwinden die Existenz ­bedroht: wenn das Wasser versiegt, das Klima kollabiert oder uns der Zugang zu Wissen verwehrt bleibt.